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Sidecar Trophy Schleiz: Ostdeutsches Duo setzt im Sprint Dominanz fort

Bereits in den Trainingssessions zeigte sich das Ascherslebener Team dominant. Mit einer 1:40er Rundenzeit holten sich Enrico Wirth und Ronny Uhlig bereits am Morgen die absolute Bestzeit und sich die erste Pole Position in der Internationalen Sidecar Trophy. Und auch im Sprintrennen sollte alles nach Plan für das ostdeutsche Duo verlaufen. Mit 6,531 Sekunden Vorsprung holten sich Wirth/Uhlig in Schleiz den Sieg im Sprint.

Von Startplatz 1 hatte das Sidecar Team Wirth eine perfekte Ausgangsposition für das Rennen, doch auch die Vorjahresmeister Ken Knapton und Enrico Roick aus Startreihe 2 auf ihre Chance. Wirth/Uhlig bogen als erstes Gespann in die Kurve nach Start-Ziel ein und jagten als erstes Gespann in Richtung Buchhübel, doch Gierlinger/Gröbner und Kirst/Kirst blieben dicht an der Yamaha 600 dran. Doch nach dem Buchhübel ging Peter Gierlinger an Enrico Wirth vorbei und konnte sich in Führung setzen und führte das Rennen eine Runde an. 

Dann jedoch erwischte ein technischer Defekt die ehemaligen IDM-Starter. Bereits in der WarmUp-Lap zeichneten sich Probleme bei dem 1000er Gespann ab. In der zweiten Runden des Sprintrennens schien der gleiche Fehler erneut aufzutauchen. Die Chance für Wirth/Uhlig an Gierlinger/Gröbner vorbeizugehen und sich von Runde zu Runde an der Spitze abzusetzen.

Auch Kirst/Kirst versuchten gleich zu Beginn einen Angriff auf die Spitze und gingen mit ihrem Gespann in Kurve 1 auf Körperkontakt zu Beifahrer Ronny Uhlig. Doch gegen die Top 2 konnten Kirst/Kirst nichts ausrichten und mussten schließlich abreißen lassen. Mit 11 Sekunden Rückstand holte sich das Vater-Sohn-Duo bei den F2-Gespannen Platz 2 und in der Gesamtwertung Platz 3 im Zieleinlauf. 

Dahinter konnten Ken Knapton und Enrico Roick noch einen Platz gut machen. Die Trophy 600 Meister aus dem Vorjahr gingen in Schleiz von Startplatz 4 aus ins Rennen und hatte die ersten Runden mit dem 1000er Gespann von Felix Bereuter und Valentin Marklin zu tun. Doch in der Seng konnte der Brite die Schwachstelle Bereutes nutzen und in Runde 3 an den Sidecardogs vorbeiziehen. Bis zum Schluß verwaltete Ken Knapton seinen Vorsprung und schaffte damit bei den F2-Gespannen noch den Sprung aufs Podest. 

Bereuter/Marklin kamen somit als Fünftplatzierte ins Ziel, holten sich jedoch die Punkte für den Trophy 1000-Sieger, da Gierlinger/Gröbner in der Trophy-Wertung als Gaststarter keine Punkte erhalten. Platz 3 bei den F1-Gespannen ging an Robert van Kampen und Jarno Bouius, die auf Rang 6 liegend wenig Konkurrenz zu fürchten hatten. Auch Baert/Mahl (7.), Gasche/Meyer (8.), Damaschke/Sabaschus (9.) und Medek/Rozenekova (10.) konnten ihre Positionen von Start weg verteidigen und erreichten wie eben genannt das Ziel. 

Mit großen Problem gingen die Brünn-Sieger in der F1 Kategorie Thomas Lundberg und Mikael Andersson ins Rennen. Während der gesamten sechs gefahrenen Runden konnten die Schweden kaum Boden gut machen und fielen zwischenzeitlich sogar bis auf den letzten Platz zurück. Erst in der finalen Runde gelang Lundberg/Anderson noch ein kleiner Sprung nach vorn, Platz 15 war jedoch weniger als sich die Meisterschaftsführenden erhofft hatten.

    Die Stimmen aus dem Rennen:

    Peter Gierlinger (F1-Wertung, Platz 1)
    „Mit dem Renneverlauf sind wir unter den Umständen die wir vorgefunden hatten zufrieden. Wir hatten technische Probleme bereits in der Einführungsrunde, das Motorrad ist ausgegangen und dann wieder klaglos gelaufen. Wir konnten selber wieder starten. Start war mäßig aber wir hatten am Buchhübel die erste Position erringen können, haben das Rennen angeführt und uns gut gefühlt. Irgendwann in der zweiten Runde kam das Problem wieder, der Motor stotterte, ging wieder aus, ist in der 3-4 Runde in der Seng wieder komplett ausgegangen und dann hat uns der Wirt, Enrico überholt und wir sind nur noch nachgefahren. Dann ist es wieder gegangen. Wir wissen aber noch nicht wo der Fehler liegt.“

    Robert Van Kampen (F1-Wertung, Platz 3)
    „Beim Start sind wir sehr gut weg gekommen. Wir haben versucht Felix Bereuter in der ersten Kurve zu überholen aber Felix war etwas zu schnell für uns. danach konnten wir dem Tempo gut folgend, jedoch war die Lücke schon zu groß. Chris Baert und Ronja Mahl waren sehr dicht an uns dran. Dann schien Chris jedoch einen Fehler gemacht zu haben und musste abreißen lassen. Für morgen hoffen wir das beste und vielleicht schaffen wir auch ein oder zwei Treppchen höher.“

    Thomas Lundberg (F1- Wertung, Platz 6)
    „Das erste Training war noch okay, aber im zweiten Training hat es nicht mehr funktioniert. Wir haben bereits den ganzen Tag daran gearbeitet und getestet. Im Qualifying fuhr ich nur im vierten Gang! Wir hoffen wir können den Fehler bis morgen finden.“

    Ronny Uhlig (F2-Wertung, Platz 1)
    „Es hat heute alles gepasst. Das Motorrad lief super, mein Fahrer hat eine gute Arbeit geleistet. Der Start hat perfekt gepasst, auch wenn wir etwas zuviel Wheelspin noch hatten. Wir konnten als Führende in die erste Kurven einbiegen, dort ging es jedoch ganz schön eng zur Sache und ich merkte Norbert Kirst dicht hinter uns. Ich habe mich jedoch so breit gemacht wie es ging. Zur Anfahrt in die Seng konnten wir leistungsmäßig gegen das F1-Gespann nichts ausrichten und wir mussten Gierlinger ziehen lassen. Als wir jedoch sahen, dass Peter Gierlinger Probleme hatten, gingen wir vorbei und konnten schließlich unser Rennen zu Ende fahren:“

    Sören Kirst (F2-Wertung, Platz 2)
    „Wir haben einen guten Start gehabt und konnten die Position halten. Wir haben versucht in Führung zu gehen, haben dies jedoch nicht ganz geschafft. Wir sind anschließend schöne Runden gefahren, konnten uns einen Vorsprung erarbeiten und diesen bis zum Schluß halten. In der ersten Kurve war es sehr eng, aber es war alles im grünen Rahmen!“

    Markus Heck (F2-Wertung, Platz 8)
    „Wir sind zufrieden. nachdem wir heute Morgen im Training etwas verloren hatten, Rene sich nicht so mit der Strecke anfreunden konnte, ging es im zweiten Training schon besser. Wir haben uns Tipps von ein paar erfahrenen Beifahrer geholt. Im zweiten Training haben wir zwei Sekunden gefunden und auch im Rennen nochmal zwei Sekunden gut gemacht. Es hat Spaß gemacht. Es wird!“

    Die Ergebnisse des Samstags-Sprint

    Das Rennen Lap by Lap

    Text und Fotos: Doreen Müller – Ergebnisse MSC Schleizer Dreieck e.V.

     

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