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Sidecar Trophy: „Hexe“ ohne Besen dafür mit neuem Fahrer für 2016


Auch in der Seitenwagenszene steht die neue Saison vor der Tür und trotz Winterpause nutzen die Teams jede Möglichkeit für ihre Saisonvorbereitungen aus. So auch die 24-jährige Seitenwagenbeifahrerin Katrin Meyer.


Als Solofahrerin unter dem prägnanten Beinamen „Hexe“ bekannt, blickt Katrin auf 18 Jahre Rennsporterfahrung zurück und war schon als 6-Jährige aktiv im Motocross unterwegs und schaffte es 2008 bis in die Internationale Deutsche Meisterschaft . Vier Jahre später entdeckte Katrin Meyer ihre Leidenschaft für den Seitenwagenrennsport und wird in der kommenden Saison gemeinsam mit dem Schweizer Roman „Remy“ Gasche an der Internationalen Sidecar Trophy teilnehmen. 

Racetrack News wird Katrin und Remy auf ihrem Weg in der Sidecar Trophy begleiten und Euch von verschiedenen Stationen des Gespannes berichten. Die erste Station führte „Hexe“ Mitte Dezember in die Schweiz zu LCR Engineering und zum Teamtreffen mit Roman Gasche.


Ein Blick hinter die Kulissen bei LCR

Für die Seitenwagen-Neulinge unter Euch, denen Louis Christen Racing (LCR) kein Begriff ist: 1976 verließ das erste LCR Gespann mit Monocoque-Chassis die Werkstatt des Schweizers. Fünf Jahre später, nach mehreren Weiterentwicklungen und Veränderungen an den Gespannen entwickelte Louis Christen ein neues Gespann-Konzept auf dem viele heutige Seitenwagen basieren.

 
Die Werkstatt des Ingenieurs hat ihren Sitz im schweizerischen Rheineck und ist ein kleiner Familienbetrieb, in dem noch echte Wertarbeit vermittelt wird. Zahlreiche Teams und Gespanne bezogen und beziehen ihre Chassis von LCR. Auch in der TT (Isle of Man Tourist Trophy) kommen die Gespanne des Schweizers zum Einsatz und fahren an der Spitze mit. 


Daher war es ganz interessant für einen Beifahrer einmal einen Blick in die Werkstatt von LCR zu werfen und zu schauen, wie so ein Gespann hergestellt wird oder was passiert, wenn es nach einem Rennunfall zur Reparatur kommen muss.


Auch das F1-Gespann muss für Katrin angepasst werden

Nach diesem kleinen Ausflug zu LCR führte Katrins Weg weiter ins zwei Stunden entfernte Hindlbank in der Schweiz zum Team von „Remy“ Gasche. Da der Schweizer in der vergangenen Saison noch mit Urs Brechbühl als Seitenwagen-Beifahrer unterwegs war, musste natürlich geschaut werden, ob die 1,58 m große „Hexe“ zu den derzeitigen Ausrichtungen des Beiwagens passt. 



Neben dem Probesitzen im Gespann wurden so auch gleich die aktuellen Griffe für Katrin ausprobiert und angepasst. Auch diese Schritte geschehen wie so ziemlich in jedem Team in Handarbeit. Vom Anzeichnen der richtigen Positionen bis zum Ausfräsen der Eingriffe wird hinter den Kulissen vieles selbst gemacht.



Natürlich wurde der Ausflug ins Schweizer Land auch dazu genutzt um sich näher als Team kennenzulernen und weitere Seitenwagen-Kollegen zu treffen. Nebenbei konnte Katrin die Vorzüge eines Scorpion-Helmes ausprobieren, den sie nächstes Jahr fahren wird. Gut, dass der Helm aufzupumpen geht, denn mit einer kleinen Helmgröße wie Katrin sie fährt, müsste man den Helm sonst extra auspolstern.


Wie ihr seht gehört einiges zu einer Saisonvorbereitung dazu, wenn man Seitenwagen-Rennsport betreibt. Der nächste Weg führt unsere „Hexe“ daher erneut in die Schweiz um eine passende Lederkombi für die nächste Saison zu erhalten und zu schauen was in der Zwischenzeit an dem Gespann verändert werden konnte.

Text und Fotos: Doreen Müller

Foto Sidecar TT: Dennis Witschel

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Kommentare (2)

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    Anonym

    |

    Schön geschrieben Doreen..:)
    weiter so!!! 🙂
    Und die "Hexe" bekommt bestimmt auch nen Aufpumpbaren Lederkombi ;).

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    Gerold

    |

    Die Katrin braucht keine Lederkombi zum aufpumpen, die hat eine wunderschöne Figur für ihre Größe. Die Brille steht ihr auch sehr gut und die Haare hatte sie als Kind noch viel länger.
    -MVF3Driver-

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