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Sidecar Trophy Finale: Oschersleben lockt mit vollem Starterfeld

Stürmische Orkanböen waren die Vorboten einen Tag vor dem Auftakt des Historischen Börde Grand Prixs in Oschersleben. Die Wettervorhersagen für das Wochenende verhießen bereits im Vorfeld nichts Gutes und so musste die Internationale Sidecar Trophy sich auf unterschiedliche Wetterbedingungen und kühle Asphalttemperaturen einstellen.

Mit 27 Teams präsentierten sich die Seitenwagen mit einem bunt gemischten, starken, internationalen Starterfeld an ihrem finalen Rennwochenende. Neben Gaststartern aus der IDM, wie das 1000er Duo Lingen/Bosch waren auch zahlreiche skandinavische Gespannteams in die Magdeburger Börde gereist, um sich mit der Konkurrenz in zwei Wertungsläufen messen zu können.

Der Samstagmorgen startete sonnig und so konnte man sich unter zufriedenstellenden Streckenbedingungen herantasten und gegenseitig belauern. Schnell wurde klar, dass die skandinavischen Gaststarter einiges zu bieten hatten und für den ein oder anderen Permantenstarter eine echte Herausforderung darstellen werden.

Allen voran Markku Artiola und Kasper Arokivi aus Finnland, die bereits von ersten Training an die Zeitenliste deutlich dominierten. Aber auch die Titelverfolger Wirth/Uhlig präsentierten sich am Morgen garnicht so schlecht und zeigten sich in gewohnter Stärke vorn. Zu Mittag zogen jedoch dichte Regenwolken über den 3667 Meter langen Kurs und setzten sich über der Motorsportarena fest. Nachdem es im ersten Qualifying anschließend nur leicht getröpfelt hatte, regnete es sich zur letzten Quali-Sitzung ein. Die Chance für die Regenprofis unter den Startern sich zeitlich zu verbessern. So schafften es Ken Knapton und Enrico Roick im zweiten Qualifying in die erste Startreihe auf Platz 3! An Artiola/Arokivi und Dombernowsky/Rekola kamen jedoch auch die Titelanwärter nicht vorbei.

Eine Reihe dahinter freuten sich Chris Baert und Ronja Mahl über den fünften Startplatz. Mit Axelsson/Lundrail hat der Gent Express jedoch ein trophybekanntes Gaststarterteam vor sich, welche beim letzten Lauf in Oschersleben bereits Podiumsplätze sich sichern konnten.

Aus Startreihe 3 werden hingegen Robbert van Kampen und Jarno Bouius die Verfolgung aufnehmen und werden versuchen bereits im ersten Rennen vielleicht den Sack schon zuzumachen. Mit 19 Punkten Vorsprung wird dies jedoch keine so einfach Aufgabe, auch wenn die direkte Kontrahenten Lundberg/Andersson es nur auf den 12 Startplatz schafften!

Doch so ein Rennen kann lang sein und viel passieren. Eine Erfahrung, die nicht zuletzt Enrico Wirth und Ronny Uhlig unterschiedlicher Art in diesem Jahr machen mussten! Nach technischem defekt am Red Bull Ring, folgte in Oschersleben ein unverschuldetes Aus aufgrund eines klassischen Rennunfalls, wodurch das Team mehrere Meisterschaftspunkte einbüßte. Mit Startplatz 10 und Reihe 4 wird dies ebenfalls eine harte Nuss für Wirth/Uhlig, gilt es zunächst die Gebrüder Siegel vor ihnen und mehrere 1000 Gespanne zu  bewältigen!

Bereits im ersten Rennen um 10:30 Uhr am Sonntagmorgen wird sich zeigen, ob die Taktik des ein oder anderen aufgeht oder man sämtliche Meisterschaftshoffnungen in der Trophy 1000 oder Trophy 600 begraben darf.

    Text und Fotos: Doreen Müller-Uhlig

     

     

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