Sidecar Trophy: Böse & Steinbach – Ein Team beruflich & privat

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Andreas Böse und Sven Steinbach aus Frohburg kennen sich bereits seit klein auf. Nicht nur beruflich auch privat teilen die zwei Familienväter eine gemeinsame Leidenschaft und sind als Team zusammen im Seitenwagenrennsport unterwegs. Wir haben Andreas und Sven in der Rennsportstadt Frohburg, in ihrem Geschäft besucht und sie zu ihrer dritten Saison in der Sidecar Trophy interviewt.

Seit wieviel Jahren betreibt Ihr beiden denn aktiv Rennsport?
Sven Steinbach: “Wir sind 2013 mit den Seitenwagen gestartet, zuvor hatten wir keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Ich bin zuvor eher im Solobereich im Hobbyrennsport aktiv gewesen. Meine Rennsportleidenschaft begann nicht auf Zweirädern, sondern im Lada DDR- Tourenwagenrennsport.”

Wodurch seid Ihr schließlich auf die Seitenwagen aufmerksam geworden?
Sven Steinbach: “Das war in Frohburg bei einer Veranstaltung der Classics gewesen, wo auch Gespanne vor Ort waren. Sogar als direkte “Nachbarn” von uns. In erster Linie sahen die Gespanne wirklich interessant aus, wir sind mit den Besitzern Mario Reinwardt und Knut Rottloff (sehr bekannt in der Classic Szene und mittlerweile sehr gute Freunde von uns) ins Gespräch gekommen und durften auch einmal Platz nehmen und waren begeistert von der Idee auch einen Sport gemeinsam ausüben zu können. das ist für uns eigentlich auch er Hauptgrund gewesen, warum wir diesen Sport machen. das wir eine Möglichkeit haben gemeinsam Rennsport zu betreiben.”

Wie ging es für Euch weiter?
Sven Steinbach: “Anfangs sind wir im ADMV Classic Cup mitgefahren. Das waren so 5 bis 6 Läufe. 2013 sind wir dann bereits in der Trophy in Most und in Frohburg gestartet. Im Jahr darauf waren wir bereits die komplette Saison in der Sidecar Trophy dabei. Allerdings hatten wir ab und auch mit technischen Problemen zu kämpfen und haben uns daher für einen Wechsel des Gespanns entschieden. Mit dem alten Gespann, sind wir 2015 noch zusätzlich in der IDM (Gaststart Lausitz) an den Start gegangen, da hatten wir ein massives Problem mit der Hinterachse . Dort fiel schließlich die Entscheidung für den Wechsel auf das jetzige LCR Gespann mit 1000er Suzukimotor. Denn Gespannwechsel mitten in der Saison mussten wir einmal verarbeiten. Doch im Lauf der Sidecar Trophy auf dem Lausitzring erzielten wir den dritten Platz, unser erstes Podium, und auch in Frohburg konnten wir zweimal Dritter werden in der 1000er Wertung.”

Ihr beiden kennt Euch auch schon recht lange, seid Kindheitstagen an. Ihr betreibt zusammen  ein Autohaus die Auto Böse & Steinbach GmbH in Eurer Heimatstadt Frohburg. Wie wirkt sich dass im Rennsport aus, wenn man sich so schon jeden Tag auf Arbeit begegnet und auch viel Freizeit miteinander verbringt?
Sven Steinbach: “Es ist von Vorteil, wenn man sich so lange kennt. Man wächst zusammen in den Sport rein und muss nicht jede Saison von vorn beginnen.

Andreas Böse: “Es ist uns wichtig den Sport ernsthaft zu betreiben, als Einsteiger sieht man es sicherlich noch etwas anders, aber mit der Zeit reift man auch weiter ran und man merkt das Unaufmerksamkeiten o.ä. gefährlich sein können, den man muss sich als Team aufeinander verlassen können. Es reicht schon wenn man als Beifahrer auch mal daneben greift, da kann man sich schon verletzen. Uns ist auch wichtig sich fit zu halten außerhalb der Saison.”

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Wie liefen bei Euch die Saisonvorbereitungen? Wieviel Möglichkeiten hattet Ihr in diesem Jahr zu testen?
Sven & Andreas: “Der Testtag in Oschersleben im März war  der erste Test und der erste Roll-out in diesem Jahr für uns. Der eine Testtag ist natürlich viel zu wenig für die Saisonvorbereitung.  Die optimale Vorbereitung in Val di Vienne konnten wir leider beruflich nicht stemmen.

Wie kam es, dass für Euch nur der eine Testtag möglich war?
Sven & Andreas: “Wir beide sind natürlich sehr in der Firma eingebunden, was natürlich auch Einfluss nimmt bei welchen Läufen und Serien wir an den Start gehen können und wo wir zum Testen hinfahren. Aber wir haben die Unterstützung von unseren Angestellten und auch der Familie. Notfalls wird das Geschäft auch einmal zu gemacht, immer geht das natürlich nicht. Neben der Trophy möchten wir gern auch ein paar Gaststarts in der IDM unternehmen, aber mehr ist nicht drin.

Was ist denn Eure Lieblingsstrecke im Kalender?
Andreas Böse: “Der Red Bull Ring ist sehr angenehm vom Asphalt her zu fahren und Frohburg natürlich als Hausstrecke.”

Was seht Ihr Euch in diesem Jahr?
Sven & Andreas: “Unser Ziel ist es immer in Podiumsnähe zu sein.”

 

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Interview: Doreen Müller

Fotos: Dominik Lack, Privatarchiv

 

 

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