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Sidecar Rößler/Lüttke: „Wir wollen beide sehr viel lernen“

Im vergangenen Jahr war Detlef Rößler in der Internationalen Sidecar Trophy nur als Gaststarter in Frohburg und Most am Start, in diesem Jahr möchte der Beierfelder als Permanentstarter jedoch auf sich aufmerksam machen. Unterstützt wird der erfahrene Klassikrennsportler dabei von einem der jüngsten Beifahrer in der Gespannsportszene.

Team: DRF (F2 Sidecar Trophy)

Fahrer: Detlef Rößler,  60 Jahre aus Beierfeld / Deutschland
Beifahrer: Werner Leo Lüttke, 18 Jahre aus Leipzig / Deutschland

Was war Deine erste Rennsporterfahrung und womit?
Detlef: „1979 beim Bergrennen Schwartenberg mit einer geborgten 350er Jawa. Vorher bin ich als Mechaniker bei Straßenrennen immer dabei gewesen. Insgesamt also auch schon 40 Jahre.“
Leo: „Ich habe mit vier Jahren mit einer PW 50 Yamaha angefangen und bin dort in Zschopau bei Kinderveranstaltungen mitgefahren. Erst vor vier Jahren bin ich jedoch richtig zum Rennsport gekommen. Wie die Meisten bin ich zunächst über die Solos eingestiegen.“

Warum und wie seid Ihr zu den Seitenwagen gekommen?
Detlef: „Zu meiner aktiven  Zeit gab es keine Seitenwagenrennen. Ich wollte aber schon immer wissen, wie sich diese Rennfahrzeuge bewegen lassen.“
Leo: „Bedingt durch meinen Vater, der bei Klaus Riedel mit im Boot gefahren ist, bin ich auch zum Gespannsport gekommen und habe gesagt, dass ich dies auch einmal ausprobieren möchte. Da ja im Beifahrer gesucht werden, hat sich das für mich angeboten.“

Was war bisher Euer größter Triumph?
Detlef: „Für mich war das der Sieg beim Internationalen Deutschen Bergpreis 2016 (Speedrennen am Berg). Insgesamt bin ich mit meinem Beifahrer dort vier Rennen in Österrreich und zwei in Deutschland gefahren.“

Wenn Ihr Euch zurück erinnert, was würdet Ihr sagen war das spannendste Motorsport-Ereignis bisher?
Detlef: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen! Jedes Rennen ist von Neuem spannend.“
Leo: „Für mich war es mein erstes Wochenende bei der Sidecar Trophy, denn es war auch das erste richtige Mal, dass ich gemeinsam mit Detlef im Boot gesessen habe. Das Fahrerfeld war auch recht stark und somit für mich eine interessante Veranstaltung gewesen.“

Mit welchem Gespann (Typ, Motor,… ) geht Ihr 2017 an den Start?
Detlef: „In der Trophy mit einer Windle  Suzuki 600. Beim Internationalen Deutschen Bergpreis mit einer Heys Yamaha 600 und Vergasermotor.“

Gibt es eine Strecke, die Dir/Euch nicht so liegt?
Detlef: „Ich fahre am liebsten Straßenrennen, weil ich es aus meinem ersten Rennfahrerleben nicht anders kenne und dies immer eine besondere Herausforderung ist.“
Leo: „Ich schätze mal der Lausitzring würde mir z.B. eher gut liegen, den kenne ich schon durch einige Fahrtrainings, die ich dort absolvieren konnte. Auch bergige Strecken wie den Sachsenring mag ich. Oschersleben hingegen mag ich eher nicht, schon für die Solos gab es dort immer recht anstrengende Passagen.“ 

Welche Stärken machen Dich und Deinen Fahrer/Beifahrer aus?
Detlef: „Bei den Bergrennen gehe ich mit Andre Seipt an den Start. Uns beschreiben am besten die Worte: Erfahrung, Gelassenheit  und Vertrauen. In der Sidecar Trophy wird mich mit Werner Leo Lüttke ein „neues“ Gesicht im Gespannsport als Beifahrer unterstützen.“
Leo: „Unsere Stärken werden sein, dass wir beide sehr viel lernen wollen und auch können und wir uns dadurch steigern werden! Schwächen haben wir denke ich keine.“

Was können Eure Kontrahenten von Euch erwarten? Was sind Eure Ziele für 2017?
Detlef: „Respekt! Ich fahre auf der Strecke immer gegen die Uhr, nicht gegen Mitbewerber!“
Leo: „Ziel für mich wäre es Ende des Jahres vielleicht unter den ersten fünf mitfahren zu können und natürlich viel dazu zu lernen.“


     Text und Foto: Doreen Müller

     

     

     

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