Sepang-Test: Folger „Ich bin sehr, sehr happy“

Den dritten und letzten Testtag in Sepang nutzte MotoGP-Neuling Jonas Folger für eine Rennsimulation. Insgesamt 137 Runden absolvierte der 23-Jährige auf dem malaysischen Kurs. Mit der fünfzehntschnellsten Rundenzeit schien sich der junge Deutsche letztlich ganz gut in sein neues Arbeitsumfeld eingefunden zu haben.

„Mit dem Verlauf und gleichermassen auch mit dem Ausgang dieser drei Testtage bin ich überglücklich. Der letzte Tag verlief ebenfalls sehr erfreulich. Am meisten freue ich mich aber über die heutige Rennsimulation, die wirklich über den Erwartungen endete,“ berichtete Folger am Ende des Tages. „Leider mussten wir diese in zwei Etappen fahren, weil es kurz nach Mittag nach vier Runden zu tröpfeln begann. Zum Glück blieb es bei ein paar Regentropfen, sodass wir am Nachmittag unser Programm fortsetzen konnten. Es war mein erster richtiger Long-Run mit 16 Runden am Stück. Bis auf zwei Runden, als einmal Loris Baz unmittelbar vor mir seine Runde abgebrochen hat, waren meine Rundenzeiten konstant im Bereich von 2´00. Mit dem Ergebnis der Rennsimulation sind wir alle sehr, sehr happy. Meine Renn-Pace war ausserdem schneller, als die meines Teamkollegen Johann (Zarco).“

In den beiden vorangegangenen Tagen erreichte der ehemalige Intact GP-Pilot stets eine Platzierung in den Top Ten, welcher er am Mittwoch jedoch nicht mehr halten konnte. Direkt traurig darüber schien Folger jedoch nicht zu sein: „Auch, wenn wir die Platzierungen der ersten zwei Tage nicht halten konnte und P15 in der Zeitenliste bestimmt nicht unser wahres Potenzial zeigt, können wir uns nicht beklagen. Den ersten Test des Jahres mit nur 0,9 Sekunden auf die absolute Bestzeit zu beenden, kann sich allemal sehen lassen,“ bewertete Folger seine Leistung.

Viel entscheidender als die Rundenzeiten selbst, sei jedoch die Anpassung seines Fahrstils an die Yamaha YZF-M1 zu sein. Besonders hinsichtlich Bremsproblematik ist zum Ende des Sepang-Tests eine Lösung in Sicht. „Die Bremsstabilität ist nun viel besser, sowie ich selbst hinsichtlich des Fahrstils in diesem Bereich Fortschritte erzielen konnte,“ schätzte der Mühldorfer selbst ein. „Als nächstes müssen wir an der Motorbremse arbeiten. Das ist sicher ein Punkt auf unserer Aufgabenliste für den nächsten Test in zwei Wochen. Insgesamt betrachtet waren es drei enorm produktive Tage, die viele positive Erkenntnisse gebracht haben. Auch wenn es drei anstrengende Tage waren und ich mich jetzt ein wenig ausgelaugt fühle, freue ich mich schon auf den Australien-Test.“

Text: Doreen Müller

Foto: Yamaha Tech 3

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