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Seitenwagen-Kolumne: Frohburg lädt weiterhin zum Wundern und Staunen ein

Auch zwei Monate vor dem Start in das 55. Frohburger Dreieckrennen wurde kaum Licht in das Dunkel gebracht. Den Vorwürfen zum Trotz reißerische Meinungsmache betreiben zu wollen, blieb ich allein aus persönlicher Liebe zu den Seitenwagen an der Frage dran: Warum die Seitenwagen in diesem Jahr in Frohburg nicht an den Start gehen dürfen und darf heute aus der regionalen Presse all zu verwunderliches erfahren: den schlägt man heute die Leipziger Volkszeitung auf, begrüßt ausgerechnet ein gelbes Gespann den interessierten Leser im Sportteil.


Alles gut? Gibt es nun doch ein Seitenwagenrennen in Frohburg? Nein mit Nichten!

Neben schriftlichen Anfragen an den Veranstalter, machte ich mich persönlich auf den Weg in die Rennstadt im schönen Kohrener Land, sprach in der Stadtverwaltung vor, versuchte Kontakt zu den Verantwortlichen zu knüpfen, kontaktierte Herrn Nowka persönlich, all das um dem MSC die Möglichkeit zu geben selbst zu erklären was nun genau hinter der Absage, zwei Monate vor dem bereits geplanten Finale, steckte. Doch allen Versuchen zum Trotz, bis heute blieb der Veranstalter dabei das Thema weiterhin totschweigen zu wollen. Auch heute wirbt die Stadt Frohburg noch mit den Werbebannern, die, die Bundesstraße B95 Ortsein- und ausgangs säumen. Auch Anwohner wissen bis heute nichts von den geänderten sportlichen Plänen und schauen mich verdutzt an, wenn ich mit ihnen ins Gespräch komme.

„Du bist doch die von den Seitenwagen. In ein paar Wochen fahren die doch wieder hier,…“ So oder so ähnlich klingt das harmlose Einstiegsgeplänkel und ganz verwundert ist dann die Reaktion, wenn die Antwort kommt: nein, die Seitenwagen suchst Du in diesem Jahr in Frohburg vergeblich. Aber wieso in der lokalen Tageszeitung habe ich doch erst heute einen Artikel zum Rennen gelesen und es wird doch auch mit ihnen geworben. Es heißt doch „Frohburger Dreieckrennen für Motorräder und Seitenwagen“. Erkläre mir dies mal,…. Erklären kann ich dies jedoch nicht, warum man einfach nicht mit offenen Karten spielen mag. Was wäre so schlimm daran, zu der Absage zu stehen und jedem die freie Wahl zu lassen, ob es für ihn von Interesse ist die Veranstaltung auch ohne die Seitenwagen zu besuchen. Es stand auch heute nichts davon in den lokalen Medien, die für die Veranstaltung werben. Im Gegenteil es wird fälschlicherweise sogar mit Fotos geworben. Da leuchtet einem anstatt einer Aufnahme des angepriesenen Isle of Man-Racer Dan Kneen oder Macau Sieger Michael Rutter ausgerechnet eine Großaufnahme mit einem gelben, bekannten Gespann des WM-Duos Günther Bachmaier und Manfred Wechselberger entgegen und verleitet weiterhin zu der Annahme auch in diesem Jahr die Dreiradakrobaten live sehen zu können.

Wie kommentierte ein fachkundiger Leser meiner Kolumne zynisch: wegen den Seitenwagen seien keine Herrscharen nach Frohburg geeilt. Verzeiht mir folgende Spitze: dafür, dass dies so sei, ist man sich jedoch nicht zu schade weiterhin fleißig mit einer Sportart für die Veranstaltung zu werben, die gar nicht an den Start gehen wird. Verstehen muss man so etwas nicht.

Ich werde mich somit weiterhin öffentlich wundern über dieses Gebaren und den Versuch aus „Stillschweigen Gold zu machen“! Und ich werde weiterhin bis zum 23. September 2017 auf eine Antwort des MSC warten und mir die Zeit bis dahin mit viel Seitenwagensport in Oschersleben und Schleiz versüßen.

Text und Foto: Doreen Müller

 

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