Sarah Göpfert stellt den Sachsenring vor!

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Sarah Göpfert steht am Sachsenring vor einem weiteren Heimrennen im ADAC-Junior Cup. Die Racetrack-News-Insider-Reporterin hat auf dem kürzesten Kurs im GP-Kalender schon viele Erfahrungen sammeln können, nicht zuletzt auch vor kurzem beim Deutschen Langstrecken Cup, bei dem sie mit dem Team MSJ im DMV-YOUng Rider Foundation by LogRat am Start stand. Wir haben uns von Sarah die Strecke einmal im Detail erklären lassen.

Sektor 1

An der ersten Kurve, der Coca Cola-Kurve, kommt man relativ schnell an. Es ist eine Rechtskurve, die sehr stark nach innen abfällt. Dann geht geht es mit einer sehr schnellen Linkskurve ins Omega. Da geht es bergab. Wichtig ist dabei, möglichst spitz einzubiegen und sich bis etwa in die Mitte hinaustragen zu lassen, damit man den Schwung für den Berg nutzen kann.

Sektor 2

Beim Ausgang des Omegas gibt es noch eine Bodenwelle zu beachten. Die ist zwar für die KTM nicht sonderlich relevant, aber die MotoGP-Fahrer sollten da vielleicht ein bisschen aufpassen. Dann geht es in die längste Linkskurve der Welt. Da sollte man aufpassen, dass man beim ersten Linksknick nicht gleich an den Curbs ist, weil man dann nochmal aufrichten muss. Man sollte also eher mittig fahren, um dann beim zweiten Knick innen an den Randsteinen zu sein und durchziehen zu können. Mit der Junior Cup-Maschine geben wir quasi ab dieser Stelle nur noch Vollgas. Die vorderen Fahrer geben quasi bis zur Sachsenkurve Vollgas. Das ist sozusagen wie auf der Playstation, wo man das auch kann, wenn man gut ist (lacht).

Sektor 3

Ich nehme aber eigentlich bei der Karthalle kurz das Gas weg. Danach folgt mit Turn 9 eine blinde Ecke. Erst auf der Kuppe kann man die nächste Kurve sehen. Man muss einfach voll durchziehen. Mit der KTM ist es wichtig, keine Strecke zu verschwenden und innen zu bleiben. 

Sektor 4

Beim Umlegen auf den schnellen Turn 11 wo es den Hang herunter geht, ist es wichtig vorsichtig zu sein, weil auf dem Kurs ja nur drei Rechtskurven vorhanden sind. Da ist der Reifen dann ausgekühlt und es passieren schnell heftige Stürze. Da muss man aufpassen. Mit unseren Bikes ist es aber weniger problematisch. Im Tal folgt die Sachsenkurve, in der man spät und nicht zu hart bremsen muss um wirklich den ganzen Schwung mitzunehmen. Die Queckenbergkurve vor Start-Ziel ist dann auch noch einmal schwierig. Die hängt stark nach außen und man fährt quasi gen Himmel. Trotzdem muss man aber voll am Hahn bleiben und beim Rausbeschleunigen bestenfalls noch die Curbs mitnehmen. 

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Du bist hier auch schon Langstrecke gefahren. Wie sieht es mit der Konzentration aus?

Auf der KTM ist es nicht schwierig, weil man ja nicht so hohe Geschwindigkeiten erzielt. Wenn man aber eine Stunde eine R6 fährt, ist es recht anstrengend, weil es bergauf und bergab geht. Es ist aber auch eine sehr schöne Strecke.

Du konntest hier mit der KTM schon fahren…

Ja, da ich mit der KTM hier schon einige Male war, habe ich sicherlich einen kleinen Vorteil. Gut, andere waren hier sicher auch viel trainieren, aber ich denke, dass es für mich auf jeden Fall leichter sein sollte als auf unbekannten Strecken. Ich muss mir einfach keine Gedanken um die Linienwahl machen, weil ich die schon kenne. Ich kann mich also mehr auf die Bremspunkte und ähnliches konzentrieren. 

Was ist für Dich ein realistisches Ziel für dieses Wochenende?

Das ist schwer einzuschätzen. Ich hoffe natürlich, dass ich wie in den letzten beiden Rennen an den Top 10 kratzen kann, aber dadurch, dass auch die Niederländer wieder mitfahren, ist es nicht einfach. Wenn jetzt zwischen einem deutschen Junior Cup-Fahrer und mir viele Niederländer sind, kann sich das Feld recht auseinander ziehen. Darum ist es schwierig, eine Prognose abzugeben. Top 10 ist aber bestimmt ein realistisches Ziel.

Sari

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

 

 

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