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Sarah Göpfert mit bestem Ergebnis beim Heimrennen!

Sarah Göpfert fuhr bei ihrem Heimrennen auf den vierten Platz der deutschen Wertung im ADAC Junior Cup powered by KTM. Die sächsische Studentin setzte sich im Regenrennen auf dem Sachsenring durch. Im Racetrack-News-Interview erzählt sie von ihrem Wochenende.

Sarah, gratuliere zum vierten Platz! Wie lief das Rennen aus Deiner Sicht?

Zunächst hatte ich gedacht, dass ich wegen des Regenrennens riesige Probleme haben würde, weil ich dort bisher nicht sonderlich erfolgreich war. Schon ab der Outlap habe ich mich dann aber wohl gefühlt und konnte ein gutes Gefühl zum Motorrad aufbauen. Der Start ins Rennen verlief super und ich konnte von Startplatz neun auf sieben vor fahren. Dann habe ich gesehen, dass die Fahrer vor mir erstmal langsam machen um das Limit auszutesten. Ich habe aber gemerkt, dass ich ein höheres Tempo gehen könnte. Allerdings habe ich mich zurückgehalten und bin erstmal nur gefolgt. 

Schließlich konnte ich mich von Runde zu Runde steigern, hing aber hinter einem Holländer fest, der auf den Geraden ein bisschen schneller war und ich somit nicht aus dem Windschatten überholen konnte. Insbesondere im Infield war er aber signifikant langsamer und hat mich aufgehalten. Zwei Runden vor Schluss konnte ich ihn so überholen, dass er nicht kontern konnte. Ich war dann auf Anhieb drei Sekunden schneller. Nachdem ich mich von der Gruppe gelöst hatte, bin ich also auf Gesamtplatz fünf und Platz vier der deutschen Cup-Wertung ins Ziel gefahren.

 

Wie zufrieden bist Du mit dem Wochenende generell?

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, wenn man bedenkt, wie das Wochenende verlaufen ist. Im Q1 wurde ich abgeräumt und habe mir einige Blessuren zugezogen. Das Comeback im Q2 war dann mit dem dritten Startplatz sehr gut. Und dass das Regenrennen so gut läuft, hätte ich wie gesagt nicht erwartet. Als Ziel hatte ich mir eigentlich das Podest vorgenommen. Daran bin ich jetzt haarscharf vorbeigeschrammt.

Nimmt Dir das Rennen vielleicht ein bisschen die Bedenken oder die Angst vor kommenden Regenrennen?

Auf jeden Fall. Ich werde jetzt viel selbstbewusster sein wenn es darum geht, ein Regenrennen zu fahren, weil ich gesehen habe, dass ich auch auf nasser Fahrbahn konkurrenzfähig bin. Da trägt dieses Rennen viel bei. 

Die MotoGP-Fahrer haben alle gesagt, dass der neue Belag im Regen sehr viel Grip bietet und zum Teil waren Fotos zu sehen, wo sie trotz des feuchten Untergrunds mit den Ellenbogen am Boden waren. Ist das wirklich so?

Es ist der Wahnsinn. Wir haben ja die Straßenreifen drauf und ich konnte ins Omega hinein noch mit der Bremse nachkorrigieren, ohne dass mir das Vorderrad eingeklappt ist. Der Grip des neuen Asphalts ist einfach super. 

Nach einer kleinen Pause geht es nach Brünn. Kennst Du die Strecke?

In Brünn bin ich noch nie gefahren. Wahrscheinlich werde ich noch dort testen gehen, je nach dem, wie es die Zeit zulässt. Im Rennen werden dort die Tschechen sehr stark sein, weil sie da – ähnlich wie ich am Sachsenring – viel trainieren können. Ich werde mir viele Videos von anderen Fahrern ansehen und das MotoGP-Spiel spielen, damit ich die Strecke vorher schon ein bisschen kennenlerne und am Rennwochenende gut aufgestellt bin. In den Trainings und Qualifyings werde ich versuchen so viel wie möglich von den Anderen zu lernen. 

Text: Dominik Lack

Fotos: Dominik Lack

 

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