Saisonrückblick MotoGP Teil 2 – Zeit für Sensationen

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Die Saison 2016 ist vorbei und wir möchten den Monat der Testpause nutzen, um auf die Rennen der MotoGP zurückzublicken. 

Le Mans

Jorge Lorenzo war derjenige, um den sich beim Frankreich-GP alles drehte. Nicht nur auf der Strecke, wo er das Rennen überlegen gewann, sondern auch abseits war er sehr gefragt. Der Grund war sein Wechsel zu Ducati 2017, der nun Wirklichkeit wurde. Das Rennen selbst beinhaltete einige skurrile Szenen wie den parallelen Vorderrad-Sturz von Andrea Dovizioso und Marc Marquez. Die beiden hatten um Platz drei gekämpft und waren zuvor von Valentino Rossi überholt worden. Bei dem Versuch zu folgen, stürzten sie. Dovizioso ging mit null Punkten nach Hause, Marquez rettete sich auf Platz 13. Erfreuliches gab es bei Suzuki zu vermelden. Nachdem er bereits einige Male sein Potential aufblitzen lassen konnte, fuhr Maverick Vinales hinter Lorenzo und Rossi sein erstes MotoGP-Podium ein. Dass er sehr gefragt bei den anderen Herstellern ist, zeigte sich bald darauf, als er seinen Yamaha-Vertrag verkündete.

Mugello

Der Mugello-GP sollte zu einer Valentino Rossi-Party werden. Zumindest deutete sich dies nach dem Qualifying an, wo der große italienische Held die Pole holte. Im Rennen aber machte ihm die Technik einen Strich durch die Rechnung. Mit einem Motorschaden fiel Rossi aus und so blieben Jorge Lorenzo und Marc Marquez in der Pflicht, den Fans eine gute Show zu bieten. Das taten sie auch und lieferten sich ein beinhartes Duell, dass sich erst auf der Zielgeraden entschied. Lorenzo kam besser aus der letzten Ecke und beschleunigte Marquez aus. Dieser hatte aber dennoch gut lachen, behielt er doch die WM-Führung. Ein Wermutstropfen für die Tifosi an der Strecke war der dritte Platz von Andrea Iannone.

Barcelona

Der Catalunya-GP wurde überschattet vom tödlichen Unfall von Moto2-Pilot Luis Salom. Das Rennen am Sonntag wurde auf Wunsch von Saloms Familie dennoch gestartet, wenn auch mit einer veränderten Streckenführung. Spannung boten die MotoGP-Piloten denn auch reichlich. Rossi gewann nach einem Zweikampf mit Marquez, der das ein oder andere Mal einen Blick auf die andere Seite des Limits warf und Platz zwei mehr oder weniger „rettete“. Dritter wurde Dani Pedrosa. Jorge Lorenzo hingegen wurde zum zweiten „Opfer“ Andrea Iannones, der sich einmal mehr verschätzte und den Movistar Yamaha-Fahrer aus dem Rennen warf. Für Lorenzo war dies die zweite Nullrunde der Saison. Genauso viele wie Teamkollege Rossi auf dem Konto hatte.

Assen

Nachdem sich die Dorna zusammen mit dem Assen Circuit dazu entschlossen hatten, die Tradition zu brechen, wurde der Renntag auf Sonntag verschoben. Nachdem es bis auf einen Schauer vor dem MotoGP-Qualifying am Samstag trocken geblieben war, brach vor dem Rennen ein Regenschauer los. Die Piloten gingen auf Regenreifen ins Rennen. Zunächst führte Rossi vor Polesetter Dovizioso, doch von hinten rückte Yonny Hernandez näher. Der Kolumbianer ergriff die Führung und baute sich einen Vorsprung auf. Nach wenigen Runden jedoch war das Intermezzo an der Spitze für den Ducati-Fahrer vorbei. Er stürzte, während der Regen immer schlimmer wurde. Schließlich war soviel Wasser auf der Strecke, dass man den Lauf abbrach.

Nach dem Neustart hatte der Regen nachgelassen, was einige Fahrer dazu verleitete, besonders viel Risiko zu gehen. Andrea Dovizioso stürzte als erstes aus Platz zwei liegend. Wenig später war es Landsmann Valentino Rossi, der ausrutschte. Somit war zunächst der Weg für Marc Marquez frei, der nun führte. Doch dies dauerte nicht lang an, weil Jack Miller nahte. Der Australier nutzte die Gelegenheit, zog am vierfachen Weltmeister vorbei und gewann sensationell sein erstes MotoGP-Rennen. Zweiter wurde Marquez gefolgt von Scott Redding, der ebenfalls bei den schwierigen Bedingungen einen kühlen Kopf behielt.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

 

 

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