Saisonrückblick MotoGP Teil 1 – Viele Fehler der Topleute

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Die Saison 2016 ist vorbei und wir möchten den Monat der Testpause nutzen, um auf die Rennen der MotoGP zurückzublicken. 

Katar:

Der Saisonauftakt der MotoGP sah einen starken Jorge Lorenzo, der sich nach der Hälfte der Renndistanz von dem Trio Marquez-Dovizioso-Rossi absetzte und das Rennen gewann. Der Dreikampf hinter ihm tobte bis zum Schluss. In der letzten Kurve presste sich Marquez an Dovizioso vorbei auf Platz zwei, konnte die Linie aber nicht halten und fuhr hinter dem Ducati-Piloten über die Ziellinie. Der andere Ducati-Werksfahrer Andrea Iannone beendete das Rennen mit einem frühen Sturz aus der Spitzengruppe heraus. Landsmann Valentino Rossi hatte schon vor dem Event für Schlagzeilen gesorgt, da er seine Vertragsverlängerung bei Yamaha bekannt gegeben hatte. Im Rennen blieb ihm nur Platz vier. Die Bedenken, die die Fahrer im Vorfeld wegen der neuen Michelin-Reifen hatten, waren unberechtigt. Die Reifen hielten über die Renndistanz.

Argentinien:

Anders gestaltete sich die Situation in Argentinien, wo Scott Redding im FP4 wegen eines Reifenschadens stürzte. Michelin reagierte und somit wurde wie ein Paar Jahre zuvor in Australien ein Pflichtboxenstopp im Rennen angesetzt. 

Am Sonntag erlebten die Fans dann den lang ersehnten Schlagabtausch zwischen Marc Marquez und Valentino Rossi. Zunächst ging das Duo an Andrea Dovizioso vorbei, der sich die Führung nach den ersten Runden geholt hatte. Anschließend versuchte Marquez davonzuziehen, wurde jedoch von Rossi eingefangen. Die beiden duellierten sich bis zum Motorradwechsel. Danach gab es für Marquez kein Halten mehr. Er gewann das Rennen, während sich Rossi nun mehr überhaupt nicht mehr wohl fühlte und sogar hinter die beiden Werksducatis zurückfiel. Bis zur vorletzten Kurve sah es nach einem vierten Platz für den „Doktor“ aus. Dann jedoch verschätzte sich Andrea Iannone und räumte seinen Teamkollegen ab. Dadurch kletterte Rossi auf Platz zwei und Dani Pedrosa auf drei. Jorge Lorenzo stürzte. Stefan Bradl fuhr nach starkem Rennen Rang sieben ein.

Austin:

Austin wurde wie bereits in den vergangenen Jahren zur großen Marc Marquez-Show. Der Repsol Honda-Pilot blieb das Maß aller Dinge und gewann das Rennen ohne Probleme. Dahinter jedoch spielten sich wieder einige Zwischenfälle ab. Der erste war der Sturz von Valentino Rossi, der nach dem Start aus Reihe eins zu verzweifelt versuchte, von seinem sechsten Platz loszukommen und über das Vorderrad ausrutschte. Anschließend war es zum zweiten Mal Andrea Dovizioso, der einem anderen Piloten zum Opfer fiel. Dani Pedrosa verbremste sich in der ersten Kurve, stürzte und zog damit auch den Italiener aus dem Rennen. Anschließend komplettierten Jorge Lorenzo und Andrea Iannone das Podium.

Jerez:

Der Europaauftakt fand traditionell in Jerez statt. Dort zeigte sich jemand in Bestform, der in der Meisterschaft ordentlich Meter gut machen musste: Valentino Rossi. Der Italiener dominierte das Rennen und führte alle Runden an. Jorge Lorenzo, der nur einen kurzen unerfolgreichen Angriffsversuch unternahm, wurde Zweiter gefolgt von Marc Marquez. Für Ducati sah es das erste Mal diese Saison nicht rosig aus. Die Italiener hatten nicht das Tempo für die Spitze. Dovizioso schied mit technischen Problemen aus und Iannone landete an siebter Stelle hinter Maverick Vinales.

 

Text: Dominik Lack

Foto: MotoGP.com

 

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