Sachsenring-GP: Wechselbad der Gefühle bei IntactGP

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Das Qualifying der Moto2 präsentierte ein enges Teilnehmerfeld mit nur wenigen Hunderstel Abstand. Dynavolt IntactGP Pilot Sandro Cortese verpasste mit 1:24.754 sec nur knapp die erste Startreihe nachdem er bis zu seinem letzten Versuch an vierter Position gelegen war, letztlich wurde es Startplatz 6. Teamkollege Jonas Folger tat sich indes schwerer. Trotz dass er in allen Trainings in der Spitzengruppe mitmischte und zeitweise sich als Drittschnellster zeigte, blieb ihm nach dem Qualifying nur Startplatz 13.

„Der Startplatz ist sehr, sehr wichtig gewesen, besonders hier am Sachsenring,“ erklärte Sandro Cortese nach dem Qualifying. „Ich hatte bisher eine schwierige Zeit und wenn, wie am Sachsenring der Druck noch höher ist und jedem was von einem verlangt, dann ist die zweite Startreihe um so wichtiger und befreiender und wenn wir morgen beim Start gut wegkommen und ich die ersten Runden gut wegfahren kann, erreichen wir ein gutes Ergebnis. Ich freu mich auf das Rennen. Wir haben soweit ein gutes Grundsetup gefunden, wir haben uns jedes Training gesteigert. Wir haben angefangen mit P12 und haben mit P6 den Tag beendet, wir können heute zufrieden sein. Das Ziel war in die ersten zwei Startreihen zu gelangen,“ so der Berkheimer weiter und hoffte wie die Piloten der Königsklasse auf gute Wetterbedingungen für den morgigen Rennsonntag.

Im Vergleich zur Steigerung am Vormittag war vom Aufwind bei Jonas Folger im Qualifying leider nicht mehr viel zu spüren. Mit der fünftschnellsten Rundenzeit startete der Mühldorfer in den Trainingstag und konnte somit zunächst seine gute Performance vom Vortag bestätigen, jedoch erfolgte am Nachmittag der Einbruch. „Ich habe mir natürlich mehr von diesem Qualifying erwartet als Startplatz 13. Ich weiss im Moment nicht woran es lag, dass das heutige Zeittraining wieder daneben ging, aber Grip war natürlich ein Thema,“ so Jonas Folger.

„Andererseits haben aber alle Teams und Fahrer über das niedrige Grip-Level geklagt. Jedenfalls müssen wir uns noch die Daten genau anschauen, um für das Rennen gut vorbereitet zu sein. Ganz klar haben wir bis zum Qualifying noch eine Änderung vorgenommen und ich habe mich auch besser gefühlt. Doch heute Vormittag war ich mit gebrauchten Reifen schneller, als im Qualifying mit neuen. Das ist etwas seltsam. Wir haben auch schon eine Idee für morgen, nämlich die Schwinge kürzer einzustellen, was im Normalfall zu mehr Grip führt. An einem Rennwochenende ist eben die Zeit knapp bemessen. Deshalb konnten wir diesen Test heute nicht mehr durchführen. Aber ich bin guter Dinge, dass unser Plan aufgehen wird. Hoffentlich bleibt es trocken, damit wir in dieser Richtung weiterarbeiten können und so endlich herausfinden, wie wir unsere Form wiedererlangen.“

Text und Foto: Doreen Müller

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