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Sachsenring GP: Können die deutschen Fans Schrötter aufs Treppchen jubeln?

Marcel Schrötter (Dynavolt Intact GP) gilt in der Moto 2 als deutsche Hoffnung auf einen deutschen Podestplatz oder wenn möglich sogar einen deutschen Sieg am Sachsenring. Der Moto 2-Pilot verzeichnete eine positive Entwicklung in den letzten vier Rennen und fuhr im Qualifying regelmäßig in die vordersten Startreihen.

Für einen Sieg hat es bisher jedoch nicht gereicht. Auch in Assen verpasste der Deutsche knapp das Treppchen und wurde Vierter. „Es war eine schwierige Moto2 Karriere bis jetzt, aber wie es jetzt läuft, hätte es vielleicht auch vor 2–3 Jahren laufen können wenn ich das richtige Umfeld und Bike gehabt hätte“, resümierte der 25-Jährige kürzlich. „Ich bin fahrerisch nicht viel anders geworden, auch wenn ich natürlich etwas gereift bin und andere Erfahrungen gesammelt habe. Und ich denke, dass wir dieses Jahr die Möglichkeit haben zu beweisen was ich drauf habe.“

Vielleicht geben die heimischen Fans auf dem Sachsenring das letzte Quäntchen dazu, um Schrötter ganz nach vorn zu jubeln. Der einstige IDM-Champion blickt zuversichtlich in Richtung Heimgrandprix. „So wie wir momentan drauf sind muss das Ziel eigentlich schon das Podium sein. Mein Ziel ist ein schönes Highlight für das Team und die Fans zu holen. Besonders da Jonas in diesem Jahr in der MotoGP fehlt, versuche ich die deutsche Fahne aufrechtzuerhalten!“

Aber auch in der mittleren Klasse schläft die Konkurrenz nicht, wie das letzte GP-Wochenende in Assen zeigte. Francesco Bagnaia (SKY Racing Team VR 46) setzte sich bereits zu Beginn an die Spitze des Feldes und fuhr souverän zu seinem 4. Saisonsieg. Der Italiener führt derzeit die WM-Wertung mit 144 Zählern vor dem künftigen GP-Piloten Miguel Oliviera (Red Bull KTM Ajo) an. Auch mit Fabio Quartararo (Speed Up), Lorenzo Baldassarri (Pons HP 40), Alex Marquez (Marc VDS) und Joan Mir (Marc VDS) stehen dem Deutschen nicht gerade einfach Gegner gegenüber.

Für Eidgenossen Dominique Aegerter ist es hingegen eine beschwerliche Saison. Nach seinem Trainingssturz und Beckenbruch im April dieses Jahres muss sich der Schweizer Schritt für Schritt wieder zurückkämpfen. In Assen fuhr der 27-Jährige in die Punkteränge und steigerte sich im Vergleich zum Qualifying (Platz 21) deutlich und wurde am Ende 14. Eine reife Leistung für den angeschlagenen Piloten! Nach seinem technischen Aus im vergangenen Jahr verbindet Aegerter aber auch schöne Momente mit dem Sachsenring: nämlich seinen bisher einzigen Sieg in der Moto2 2014 für das Team Technomag carXpert.

 

Text: Doreen Müller-Uhlig

Fotos: Steffen Ullmann

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