Sachsenring-GP: Folger versöhnt sich mit Sachsenring

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Beim Rennen der Moto2 auf dem Sachsenring verpasste Jonas Folger nur knapp den Sieg. Wenige zehntel Sekunden trennten den Deutschen vom Führenden Johann Zarco. Dennoch ist der zweite Platz ein versöhnliches Ergebnis für den Dynavolt Intact GP Piloten, der bei seinem achten Start auf dem Kurs zum ersten Mal in die Top 3 fuhr.

„Ich war heute sehr konzentriert, denn ich sah das wir im WarmUp eine sehr starke Pace im Nassen hatten und ich wusste das wir ein gutes Rennen fahren können. Im Rennen hatte ich zwar nicht so eine gute Pace wie die Piloten vor mir, es stürzten auch einige Fahrer und das erlaubte es mir am Ende mehr Risiko zu gehen. Ich sah Johann vor mir und ich versuchte einfach an ihm dran zu bleiben und eine sichere Distanz zu halten. “ Dabei hat der Dynavolt Intact GP Pilot bis fast zum Schluss gebraucht um ernsthaft in Schlagdistanz zu gelangen und den Franzosen zu attackieren. Erst in der letzten Runde ging Folger aufs Ganze und versuchte sein Glück bei Zarco. 

„Der Johann war sehr spät auf der Bremse und ich habe mich in den letzten Kurven auch sehr schwer getan. Ich habe in den letzten drei Kurven ganz viel Risiko in Kauf genommen, das ist zum Glück alles gut gegangen. Ich habe gedacht, jetzt fahre ich dort rein und habe versucht die Linie ganz, ganz eng zu halten und habe natürlich dann nicht den Speed halten können. Es war ein verdammt langes Rennen und schwierig zu fahren, weil wir alle knapp am Limit waren und es ist auch sehr unberechenbar beim Regen zu fahren. Es hat wirklich sehr viel geregnet. Es war ein enorm angespanntes Rennen für mich, extrem lang. Ich hab nie gewusst wie weit ich wirklich gehen kann und habe versucht immer mich an den anderen zu orientieren und geschaut wie schnell fahren die, wie weit kann ich gehen und zum Schluss habe ich mehr riskiert als der Johann, aber es hat leider nicht gelangt.“

Besonders bei den schlechten Sichtverhältnissen war es eine nicht ganz einfach zu lösende Aufgabe gewesen bis aufs Podium zu fahren, den besonders die Gicht machte vielen Moto2-Piloten zu schaffen. Ob dies nun den Knoten bei Folger gelöst hat und es nun konstant bergauf geht, wird sich jedoch erst nach der Sommerpause zeigen. Der Mühldorfer klang jedenfalls zuversichtlich. „Ich hoffe es, aber es war eben auch im Regen. Im Trockenen wäre es schon schwieriger für uns gewesen. Es ist auf alle Fälle ein gutes Gefühl so in die Sommerpause zu gehen. Auf das nächste Rennen in Spielberg freue ich mich, ich bin dort auch schon gewesen. Es ist eine Strecke die mir sehr gut liegt. Der zweite Platz hilft sicher für die Zukunft.“ Das er es gerade auf dem Sachsenring zurück aufs Podium geschafft hat, bedeutet Folger besonders viel, denn in der Vergangenheit hat er sich nicht immer leicht getan mit dem sächsischen Kurs. „Johann hat einen grossartigen Job gemacht, er war sehr stark und ist zur Zeit einfach auch der stärkste Fahrer. Aber wie auch immer ich bin sehr glücklich, dass wir es aufs Podium geschafft haben, besonders beim Heimgrandprix. „

Text: Doreen Müller

Foto: Dominik Lack

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