Sachsenring GP: Dani Pedrosas Abschied von der WM-Bühne

Diese Nachricht kam heute im Rahmen des Pramac Motorrad Grand Prix´s von Deutschland wenig überraschend. Schon seit Barcelona vermutete die Fachwelt, dass Dani Pedrosa sich aus seiner aktiven Zeit als WM-Pilot zurück ziehen würde. Heute machte der Spanier schließlich Nägel mit Köpfen und verkündete in einer eigens anberaumten Pressekonferenz seinen Rücktritt.

“Ich danke allen, die heute hier sind. Ich möchte hiermit verkündigen, dass ich nächstes Jahr nicht mehr in der MotoGP antreten werde. Ich werde meine Karriere nach dieser Saison beenden. Ich habe sehr lang darüber nach gedacht und es war eine harte Entscheidung. Ich liebe diesen Sport und Rennen zu fahren und obwohl ich gute Chancen hatte, weiterhin Rennen zu fahren, glaube ich, dass es nicht mehr das Gleich sein würde,” verkündete Pedrosa. 

Wehmütig macht einen diese Entscheidung schon, denn Pedrosa gehört bis heute zu den sympatischsten und sportlich fairsten Rennsportlern im MotoGP-Paddock. Doch nachdem es in diesem Jahr bisher so gar nicht für den 32-Jährigen lief und seine Stellung bei Honda nach 18 Jahren Zusammenarbeit immer mehr ins Wanken geriet, mit Jorge Lorenzo schließlich ein mehrfacher Weltmeister unter Vertrag genommen wurde, musste sich Dani Pedrosa mit der Frage auseinandersetzen ob er in einem anderem Team auf einem anderem Motorrad noch einmal einen Neuanfang wagen möchte. Dieses neuerliche Wagnis nicht einzugehen, kann ihm sicherlich keiner Übel nehmen.

“Nun wartet ein neues Kapitel in meinem Leben auf mich und ich darf mich glücklich schätzen, im Leben diese Chance gehabt zu haben. Es war wunderbar, für solch ein Team so lange Rennen fahren zu können. Ich habe mehr erreicht als jemals erträumt und ich bin stolz auf alles, was ich erreicht habe. Ich möchte bei Honda und Dorna für die Chance bedanken, die sie mir gegeben haben als ich 1990 in diesem Wettbewerb startete.”

Seine Mitstreiter bedauerten anschließend Pedrosa´s Rücktritt, verlieren sie damit einen großartigen und fairen Kontrahenten im Wettbewerb, für den es leider nie zum WM-Titel gereicht hat. Bleibt letztlich nur Dani Pedrosa alles Gute für seine Zukunft zu wünschen und das er seine MotoGP-Karriere mit ein paar Saisonhighlights beenden kann.

 

Text und Foto: Doreen Müller-Uhlig

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