Sachsenring-GP: Comeback für Cortese, Enttäuschung bei Schrötter

Nachdem Sandro Cortese bei den letzten Rennen gehörig Kritik einstecken musste, lief es heute im Qualifying für den Berkheimer richtig gut. Vor heimischem Publikum schaffte es der Deutsche lange Zeit sich auf der Pole Position zu halten. Nur Morbidelli und Maren zuletzt schneller als der Dynavolt Intact GP Pilot. Sandro Cortese konnte sich dennoch über die erste Startreihe auf dem Sachsenring freuen!


„Nach den ganzen enttäuschenden letzten Rennen, war das heute ein Befreiungsschlag,“ so Cortese, der zuletzt 2016 in Jerez de la Frontera in der vorderen Startreihe stand. „Schon im Trockenen lief es gut. Als wir heute bei Mix-Bedingungen raus sind, war ich auf Platz elf und ich hatte nicht erwartet, dass ich nach dem Schauer noch einmal schneller fahren könnte. Ich bin direkt nach dem Regen wieder raus, um viele Runden zu drehen und dann ein gutes Grundgefühl für Regenverhältnisse aufzubauen. Ich denke, das war wirklich heute der Schlüssel zum Erfolg. Es war sehr schwierig, da man bei neuem Asphalt nie weiß, was kann er, was verzeiht er. Gerade im Qualifying will man nicht stürzen. Vor allem fünf Minuten vor Schluss kann sich nochmal das ganze Feld durchwürfeln. Darum habe ich mich Schritt für Schritt herangetastet. Als ich zwei Minuten vor Schluss gesehen habe, dass ich auf P1 stehe, wollte ich mich natürlich weiter verbessern. Ich bin dann in der vorletzten Runde auf einen langsameren Fahrer aufgelaufen. Danach habe ich gedacht, ok, nochmal sammeln und dann in der letzten Runde angreifen, aber es hat dann nicht ganz gereicht. Es hätte glaube ich keiner erwartet, dass es zum Schluss nochmal so viel schneller geht. Daher bin ich mega-happy, vor heimischer Kulisse in der ersten Startreihe zu stehen.“

Teamkollege Marcel Schrötter wirkte hingegen sichtlich enttäuscht, als er mit Startplatz 13 abgewunken wurde. Der 24-Jährige konnte in den Freien Trainings des Wochenendes im Trockenen eine starke Performance vorweisen und lag am Freitag zuletzt auf Platz 2.

„Es ist eine riesen Enttäuschung. Es lief das ganze Wochenende so gut und ich war immer vorn dabei, also eigentlich genau das, was man zum Heim-Grand-Prix erreichen will,“ so Schrötter geknickt. „Im Nassen war es dann sehr schwierig. Obwohl der Belag sehr gut ist und das Gefühl nicht so schlecht war, habe ich am Anfang einfach etwas zu lange gebraucht, um zu sehen, wie viel möglich ist. Auf nasser Strecke ist es immer etwas anderes. Es wäre nach der ganzen guten Arbeit in den Freien Trainings schön gewesen, wenn wir es wenigstens in die ersten zwei Startreihen geschafft hätten. Ich hoffe, dass es morgen trocken bleibt. Dass ich die Pace habe, konnte man sehen, aber der Sachsenring ist auch eine der schwersten Strecken zum Überholen. Trotzdem muss ich versuchen, so schnell wie möglich aufzuholen, damit der Zug vorne nicht wegfährt und dann werden wir sehen, was drin ist.“

Text: Doreen Müller

Fotos: Dominik Lack

 

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