Sachsenring-GP: Bradl „Weitere Zukunft unklar“

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Nach seinem Ausfall 2015 beim Heimgrandprix ist Stefan Bradl an diesem Wochenende das erste Mal mit seiner Aprilia auf dem Sachsenring am Start. Die Vorfreude ist demzufolge besonders gross beim Zahlinger, nicht nur weil viele deutsche Fans den sächsischen Kurs besuchen um ihre Idole anzufeuern, sondern weil dieses Wochenende auch ein spezielle Herausforderung für Bradl und sein Team darstellen werden.

„Es ist schon zu lange her hier gefahren zu sein, ich habe es schon vermisst,“ eröffnete Stefan Bradl. „Aber die Bedingungen sind momentan nicht die besten und ich hoffe dass sich dies übers Wochenende hinweg noch verbessern wird.“ Doch nicht allein das regnerische Wetter könnte Stefan Bradl Probleme bereiten, denn Aprilia kann an diesem Wochenende auf kein Setup zurückgreifen was für den Sachsenring geeignet wäre. „Wir starten dieses Wochenende wieder bei Null. Das ist eine Strecke die sehr aussergewöhnlich ist und mit nichts zu vergleichen ist im Kalender, viele Linkskurven und Passagen, da ist es schwierig ein Setup herzunehmen,“ erklärte der ehemalige Moto2-Champion. Schritt für Schritt wird somit auch er sich wieder mit seiner Aprilia RS-GP an die bestehenden Bedingungen herantasten müssen.

„In Assen war ich sehr unzufrieden mit dem Motorrad was die Elektronik betrifft und was alles anbelangt. Es waren auch schwierige Bedingungen und wir haben ein super Resultat herausgefahren deshalb müssen wir da einfach ruhig bleiben.“ Aprilia setzt dabei u.a. auf neue Teile wie eine andere Schwinge um weiter das Motorrad zu verbessern, aber auch der Motor, besonders die Airbox sollen Veränderungen erfahren. Und auch die Reifen werden auf dem linkslastigen Kurs wieder eine entscheidende Rolle spielen. „Wir haben den asymmetrischen Reifen von Michelin und den werden wir gleich mit ausprobieren,“ so Bradl.

Was die Zukunft des 26-Jährigen betrifft, gab sich Stefan Bradl am Donnerstag noch Recht verschlossen. „Die Frage wird dieses Wochenende sicher noch paar mal kommen, doch es im Grunde nicht so das ich schon was verlauten lassen kann. Es gibt Möglichkeiten, die sind mir nicht unbekannt doch es gibt noch ein paar Dinge zu klären, die mir persönlich sehr wichtig sind, um eine Entscheidung treffen zu können. Aber in erster Linie will ich mich auf den Grandprix konzentrieren und mich nicht so sehr ablenken lassen,“ erklärte der MotoGP-Pilot. Möglichkeiten gäbe es der wegen viele, die sich auch ausserhalb der MotoGP bewegen. Neben dem technischen Gesamtpaket gibt es jedoch auch andere Gründe, die bei einem Wechsel beachtet werden müssen. „Für mich ist zum Beispiel auch eine Frage ob Crewmitglieder, die ich jetzt habe und mit denen ich gut auskomme, die Möglichkeit haben mit zu wechseln. Das sind solche Dinge, die auch besprochen werden und die auf meine Entscheidung einen Einfluss haben,“ so Stefan Bradl abschliessend.

Text: Doreen Müller

Foto: Aprilia Racing Team Gresini

 

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