Sachsenring GP: 9. Pole – Marquez hat es wieder getan

Marc Marquez musste heute auf dem Sachsenring einiges an Arbeit leisten, um seine nächste Pole Position einstreichen zu können. Letztlich gelang es dem mehrfachen Rekordhalter die Tagesbestzeit zu fahren. Dies bedeutete die insgesamt neunte Pole in Folge für den Repsol Honda Piloten!

Nur 0,025 Sekunden lagen zwischen Marc Marquez und Danilo Petrucci (Alma Pramac Racing)! Nach den ersten fliegenden Runden kratzte zunächst Maverick Vinales (Movistar Yamaha) an Marquez vorherigem Polerekord von 2015! Wenige Sekunden später folgten erst Jorge Lorenzo und schließlich Danilo Petrucci, der bis kurz vor Quali-Ende sich auf der sicheren Seite wähnte. 

Mit den letzten verbleibenden Minuten auf der Uhr setzte Marquez schließlich zum Endspurt an und holte sich mit 1:20.270 seinen Rekord zurück. Danilo Petrucci und Jorge Lorenzo komplettierten letztlich die erste Reihe.

Maverick Vinales (Movistar Yamaha) gelang es indes nicht sich weiter zu verbessern, der Spanier wurde Vierter vor Andrea Dovizioso (Ducati), welcher sich zunächst durchs Q1 kämpfen musste. Valentino Rossi (Movistar Yamaha) fand jedoch am Samstag zu einer besseren Pace und darf sich ebenfalls über einen Startplatz in der zweiten Reihe freuen.

Die dritte Startreihe eröffnet Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) mit 0,405 Sekunden Rückstand auf den Führenden. Dahinter rangiert Andrea Iannone (Team Suzuki Ecstar) auf Platz 8. Für Überraschung sorgte hingegen Alvaro Bautista. Der Angel Nieto Team-Pilot zeigte sich im Qualifying in Topform und wurde mit Startposition 9 belohnt. Dani Pedrosa (Repsol Honda) komplettierte schließlich die Top Ten.

Der einzige deutsche MotoGP-Pilot im Feld Stefan Bradl steigerte sich stetig. Nachdem er am Vortag nur ein Freies Training für sich nutzen konnte und dort eine 1:22er Rundenzeit erreichte, kam der Zahlinger im Qualifying auf 1.21.802 und Platz 21 im Starting Grid. 

Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) fiel im FP3 muss Startplatz 19 in Kauf nehmen, da er nun bereits zum wiederholten Male durch Bummelei auf der Strecke auffiel, Espargaro wurde um sechs Plätze strafversetzt.

Unsere Stimmen des Tages

Marc Marquez (Repsol Honda)
“Du versuchst immer ans Limit zu gehen und die beste Pace und Linie zu finden. Das ist hier etwas schwierig, denn es ist eine sehr kurze Strecke. Letztlich hatten wir als Team dennoch die richtige Strategie mit den verschiedenen Reifen. Wir sind eine unglaubliche Runde gefahren, das war sehr wichtig für uns! Ich war das ganze Wochenende schon schnell, konnte aber nicht das gesamte Potenzial der Reifen zeigen. Am Sachsenring war es bisher üblich, dass es auch einmal nasse Sessions gab, dieses Wochenende ist es seit langem komplett trocken gewesen und somit hatte natürlich jeder Zeit das beste Setup und die beste Linie zu finden. Viele Fahrer haben mehr oder wenige die gleiche Pace, ich fühle mich aber stark. Es wird ein schwieriges Rennen, besonders in den letzten 15 Runden.”

    Danilo Petrucci (Alma Pramac Racing)
    “Im Qualifying war es etwas schwieriger für uns als in den Trainings zuvor. Die Startposition für Morgen ist natürlich wichtig, unser Ziel war es in den vordersten Reihen zu landen, denn er zweite Teil des Rennens wird schwierig werden. Mein Ziel für heute habe ich jedoch erreicht. Wir haben viel an der Elektronik gearbeitet um das Bike ruhiger zu machen. Wir haben hier nur zwei oder drei harte Bremsbereiche und nicht so viel Beschleunigung, man kann nicht so um die Strecke fliegen.”

    Jorge Lorenzo (Ducati)
    “Der dritte Platz in der vordersten Reihe ist für uns sehr gut. Ich war schon einmal nah dran hier zu gewinnen, 2009 und 2011 wurde ich jeweils Zweiter. Dort war es auch sehr knapp. Dies ist eigentlich nicht einer meiner Lieblingsstrecken, es ist nicht einfach Marc hier zu schlagen, er hält den Rekord, aber wir sind näher an ihm dran als vorher. Es ist nicht unmöglich und wir werden um den Sieg kämpfen!”

    Stefan Bradl (Estrella Galicia Marc VDS)
    “Durch den Nachmittag und die Hitze ist schon viel Grip verloren gegangen, allerdings muss ich schon staunen wenn ich mir die Zeiten anschaue. Es fällt mir dennoch schwer das Motorrad um die Kurven zu bringen, weil ich das Turning vermisse. Wir haben versucht ein paar Optionen zu finden, sind aber nicht wirklich vorwärts gekommen. Morgen möchte ich schauen, das ich eine gute Pace hinlegen, denn FP4 war okay, aber viel zu holen gibt´s nicht. Ich bin trotzdem happy und es macht mir Spaß. Punkte werden schwierig, da können wir nur profitieren von vorn, wenn etwas passiert, aber da mache ich mir keine Illusionen. Ich möchte das als Training für mich nutzen und schauen, dass ich keinen Blödsinn veranstalte. Es geht mir körperlich besser als gestern, ich fühle mich wohl und das passt. gestern war ich mental noch nicht so weit, heute war es deutlich besser.”

    Die Ergebnisse der MotoGP findet Ihr HIER.

    Text: Doreen Müller-Uhlig

    Fotos: Steffen Ullmann

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