Sachsenring GP: “10.000 sind nicht genug”

Bereits im vergangenen Jahr gab es auch bei uns immer wieder Gründe über den Sachsenring zu berichten, als er direkt nach seiner Austragung in Kritik geraten war – Rückblick Sachsenring – Kolumne . Auch 2018 vergeht keine Saison ohne schlechte Nachrichten für den sächsischen Kurs. Jährlich grüßt das Murmeltier! So und nicht anders könnte man denken, wenn man die aktuellen Meldungen rund um das erneut drohende Aus des deutschen Motorrad-Grandprixs am Sachsenring verfolgt. 

Wie die SRM Sachsenring-Rennstrecken-Management GmbH am 24. Mai mitteilte, wurde der Vertrag von Seiten des ADAC München mit dem Sachsenring aufgekündigt. Auf das Rennen am 15. Juli soll aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs e.V. 2019 keine Fortsetzung auf dem beliebten Kurs folgen. Auch zu einem generellen Stattfinden eines deutschen Laufes auf einer anderen Strecke, ließ man aus München bisher nichts Verlässliches hören.

Wie aus dem Nichts traf diese Nachricht vergangenen Donnerstag die Fangemeinden in den sozialen Medien. Recht schnell formierte sich Widerstand unter den Sachsenring-Beführwortern. Allen voran der 46-jährige Pal Becker aus Rosendahl, welcher mit einer, der größten MotoGP-Fanseiten zu einer bekannten Größe in den sozialen Medien geworden ist und bekannt dafür ist, mit viel Herzblut und Engagement den Motorsport zu unterstützen. Bereits wenige Stunden nach der Hiobsbotschaft ging somit eine von Becker initiierte Petition zum Erhalt des Sachsenring-GP´s auf change.org an den Start, die bis heute bereits knapp 10.000 Unterstützer zählt. “Seit 1998 gastiert der Zirkus der Motorrad-Weltmeisterschaft wieder am Sachsenring und jetzt, nach 2018 soll damit Schluss sein? Ich sage “NEIN”! Ich kann und möchte das nicht einfach so hinnehmen,” so Pal Becker und hofft auf viele folgende Stimmen und Mitstreiter, um alle Parteien dazu bewegen zu können, erneut an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und eine gute Einigung für einen deutschen Grandprix am Sachsenring ab 2019 zu finden.

Wer gern seinen Beitrag zum Erhalt des Sachsenring-GP leisten möchte, gelangt über folgenden Link zur Online-Petition auf change.org.


Text und Foto: Doreen Müller-Uhlig

 

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Kommentare (1)

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    Armin Schulschefski

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    Ich finde es schade wie der Motorsport zu nichte gemacht wird. Der ADAC hat soviel Geld eingenommen. Da kann auch ein mal was zurück gegeben werden. Ich kann nur an alle eine Botschaft senden. Kündigt eure Verträge. Meine Familie und ich werden alles kündigen. Und noch eins. Herr Stuck sie hab ich als Rennfahrer bewundert. In ihrer neuen Funktion würde ich mir wünschen mehr für den Motorrad Rennsport zu tun. Mfg

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