• RTN
  • Allgemein
  • Racesplitter Leon Strack – eine ungewöhnliche Rennlaufbahn

Racesplitter Leon Strack – eine ungewöhnliche Rennlaufbahn

Geboren am 27. Dezember 1996, Cölbe bei Marburg in Hessen
Suzuki GSX R 750 Cup Maschine, 150 PS, Baujahr 2013.



Leons Vater, Reinhard Strack, ist begeisterter Motorradrennsportler. Von 1983 bis 2001 war er international und national in vielen Rennklassen unterwegs und kann es bis heute nicht lassen, immer mal wieder für ein Rennen oder als Instruktor auf das Bike zu steigen. Richtig durchgestartet ist in dieser Saison sein Sohn Leon.

Natürlich hat Leons Vater ihn und seinen Bruder Aron schon als kleinen Jungen zu den Rennen mitgenommen. Für eine Motorsportkarriere eher ungewöhnlich fand der heute 18-Jährige relativ spät zum Bike. Erst vor drei Jahren im Alter von 15 Jahren sammelte er auf Kartstrecken seine ersten Erfahrungen mit dem Mini Bike, der Honda NSF 100.

„Ich hatte relativ schnell einen guten Speed und wurde in meiner ersten Mini Bike Saison in Hessen Thüringen zweiter in der Gesamtwertung.“ Leon, der seinen Vater heute um einen Kopf überragt, war im darauffolgenden Jahr zu groß für diese Einsteigermaschine. Er bewies, dass der Wechsel auf eine Kawasaki ZXR 400 durchaus möglich war und fuhr Klassik Motorsport – eine kostengünstige Alternative, um sich an die größeren Maschinen zu gewöhnen. In Oschersleben wurde er zum ersten Mal mit Podium belohnt. 2014 gewann er dann in der Motorsport Klassik die ersten beiden Rennen in Franciacorta. Die komplette Saison stand er auf P1 oder P2. Ende 2014 absolvierte Leon Strack mit einer Honda VTR 1000 ein Renntraining in Calafat mit erfreulichem Ergebnis. In Spanien traf er auf Fahrer des Suzuki GSX R 750 Cups und sammelte Informationen über diese Rennserie. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Reinhardt Strack mit seinem früheren Rennfahrerkollegen Detlef Karthin in Verbindung gesetzt. Sein Sohn Kjel gewann in der letzten Saison des Suzuki GSX R 750 Cup und plante, das Meister-Motorrad zu verkaufen. Man einigte sich darauf, die Saison 2015 als Team zu bestreiten. Es sollte eine erfolgreiche Kooperation werden, wie die Ergebnisse zeigen.

In Val de Vienne nutzte der junge Fahrer zu Saisonbeginn die Möglichkeit, sich mit dem neuen Motorrad vertraut zu machen. Das erste Rennen startete am Lausitzring. Ein hervorragender fünfter Startplatz und ein erster Sturz im ersten Rennen waren die Erfahrungen der ersten Veranstaltung. Bereits im zweiten Rennen in Zolder konnte er von P2 starten und stand das erste Mal mit dem dritten Platz im zweiten Rennen auf dem Podest. Zur IDM in Assen wiederholte er diesen Erfolg. Seinen Fans und den Zuschauern präsentiert der junge Marburger spannende Zweikämpfe und den richtigen Biss, um in der Spitze des Cups mitzufahren. „Momentan stehe ich auf Platz 5 in der Gesamtwertung. Wahrscheinlich werde ich im nächsten Jahr den Suzuki GSX R 750 Cup weiter fahren. Mein Ziel ist es – mit ganz viel Glück – einmal in der WM zu fahren.“ Teamchef Detlef Karthin ist überzeugt: „Leon hat innerhalb von drei Jahren ein hohes Niveau mit sehr viel Speed erreicht. Viele Fahrer benötigen dafür eine längere Zeitspanne. Diese Tatsache zeigt Leons außergewöhnliches Talent. Wir hoffen, dass ihn nicht nur Glück in die WM bringt.“



Text: Projekt 64°

Fotos: Felix Wiessmann

Tags:,

Trackback von deiner Website.

Kommentieren