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„Profi trifft Youngster“ – David Datzer und Florian Weiß Gute Nachbarn und ein bisschen wie Brüder

Ein weiterer IDM-Fahrer engagiert sich 2015 für den Nachwuchs: David Datzer wird in seinem Terminkalender Zeit für den jungen Motorsportler Florian Weiß einräumen. Die beiden Südbayern haben schon die ersten Trainings an der Minibikestrecke geplant. Der zehnjährige Florian Weiß kann es kaum abwarten … die Saison nicht, das erste Training nicht und schon gar nicht das erste Rennen.


Gerufen wird er Flo und eine Frage muss er sich immer wieder gefallen lassen: Der junge Schwabmünchner ist seit 2010 nicht nur auf zwei Rädern unterwegs, sondern mischt seit drei Jahren auch in der Kartszene mit. Was macht nun mehr Spaß? „Das fragt mich jeder. Mir macht beides gleich viel Spaß – beides hat mit Gas geben und Geschwindigkeit zu tun“, antwortet er dann auch ganz gelassen. Auf die Frage, was ihn denn dann mehr fordert, analysiert er knallhart die beiden Sportdisziplinen. Vom Motocross weiß er, dass Motorradfahren sehr anstrengend ist und ein hohes Maß an Ausdauer und Kraft erfordert. Kartslalom sei zwar langsamer als Motorrad- oder
Rennkartfahren, aber es sei extreme Konzentration und Fahrzeugbeherrschung gefragt. Beim Mini Bike Cup habe ihm sicherlich die Rennkart-Erfahrung geholfen.

Genauso gelassen: David Datzer. Er freut sich auf die Patenschaft und die Unterstützung, die er Flo geben kann. „Es ist aber auch eine Herausforderung“, meint der 23-Jährige. So wie seine Motorsportlaufbahn, die nicht immer gradlinig verlief. „Man muss Unterstützung von Sponsoren oder Gönnern bekommen. Früher war das noch leichter. Heute ist es sehr schwer jemanden zu finden, der da wirklich mit einsteigt“, weiß er. Von 2009 bis 2012 musste Datzer eine Zwangspause einlegen, da
in dieser Zeit Rennsport finanziell nicht einmal ansatzweise durchführbar war. Im vergangenen Jahr dann der Wiedereinstieg in die IDM. Dieses Jahr startet er mit dem „Tuka Racing Endurance Team“ beim Deutschen Langstrecken Cup. Weiter sind Rennen in der IDM und bei der tschechischen Horice TT geplant.

Mit seiner Liebe zum Motorradsport ist Datzer familiär vorbelastet: „Ich hatte mein ganzes Leben mit Motorrädern zu tun, schon als Kind durch unseren Motorradladen. Meine Mutter fuhr seit 1989 Dragster-Rennen. Da war ich immer dabei.“ Obwohl mittlerweile auf den großen Maschinen unterwegs, ist ihm das Minibike keinesfalls fremd. „2003 nahm ich an der Sichtung des ADAC Südbayern in Straubing teil und 2004 belegte ich gleich den sechsten Platz der Meisterschaft. Im darauffolgenden Jahr wurde ich hinter Luca Grünwald Vizemeister.“

Viel Erfahrung, die er an den Youngster weitergeben kann. „Auf Florian wurde ich durch das Patenschaftsprogramm aufmerksam. Initiator Matthias Tammen hat den Kontakt hergestellt. Ich beobachte das Projekt schon eine ganze Weile. Ich möchte unbedingt meine Freude am Rennsport mit dem Nachwuchs teilen. Da fühle ich mich für Flo fast schon wie ein ‚großer Bruder’“, meint der Profi.Von Florian wollen wir noch wissen, was ihm seiner Meinung nach in der vergangenen Saison als Rookie ganz besonders gut gelungen ist. Er erklärt, dass die Haltung auf dem Mini Bike eine große Umstellung bedeutete. „Auf einer Crossmaschine sitzt man aufrecht. Das Fahren mit dem neuen Motorrad war anfangs etwas ungewohnt. Ich habe mich trotzdem sehr schnell daran gewöhnt und bis zum Saisonende lief es immer besser. Vielleicht kann David mir in der nächsten Saison bei der Verbesserung meiner Kurventechnik helfen.“

Das erste Treffen der beiden Motorsportler ist bereits vereinbart. Datzer hat sich auch für die Patenschaft Ziele gesetzt: „Ich möchte versuchen, bei einigen Rennen von Florian mit dabei zu sein. Und natürlich stehe ich ihm zur Seite – das ist besonders dann, wenn es einmal nicht so gut läuft, wichtig. Auf jeden Fall wird es eine spannende Saison.“

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Text und Fotos: Projekt-64-grad


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