Phillip Island-Test: Folger „Ich muss jetzt ruhig bleiben“

Jonas Folger konnte mit seinem abschliessenden Testergebnis in Phillip Island mehr als zufrieden sein. Am letzten Tag der dreitägigen Tests gelang es dem MotoGP-Rookie sich noch einmal enorm zu steigern. Mit der viertschnellsten Rundenzeit und nur 0,49 Sekunden Rückstand zum Führenden war das Ergebnis für Folger mehr als überraschend.

„Ich denke, wir müssen mit diesen Ergebnissen bei diesem Test zufrieden sein,“ so der 23-Jährige bescheiden. „Gleichzeitig kommen sie auch ein wenig überraschend. Wie schon gestern war ich auch heute über meine Rundenzeit erstaunt. Vor allem, dass ich diese eigentlich auf Anhieb sehr früh fahren konnte. Aber nicht nur meine schnellste Rundenzeit war überaus stark, sondern auch unsere Pace insgesamt. In besagten Run war ich in jeder Runde fast gleich schnell. Der positivste Aspekt ist allerdings, dass wir mit gebrauchten Reifen konstant schnell waren. Die guten Bedingungen an diesen drei Tagen ermöglichten uns, dass wir viel mit der Elektronik arbeiten konnten. Gestern, und auch heute, haben wir uns ausschliesslich auf dieses Thema konzentriert und mit gebrauchten Reifen gearbeitet.“

Am Nachmittag teste der Bayer mit dem zweiten Bike eine Rennsimulation mit neuen Reifen und vollem Tank, musste diesen Trainingsversuch jedoch aufgrund eines Sturzes vorzeitig beenden. „Mit vollem Tank ist mir das Vorderrad eingeklappt,“ so der ehemalige Moto2-Pilot. „Ich war daraufhin etwas verunsichert, weil ich diesen Test auf gar keinen Fall auf diese Art und Weise beenden wollte. Daher war es wichtig, dass ich anschliessend mit dem anderen Motorrad gleich wieder rausgefahren bin. Dieses Bike war allerdings anders abgestimmt. Erstens war es leichter, sowie die Balance mehr auf das Hinterrad verlagert. Eine volle Renndistanz war daher nicht mehr möglich. Ich bin also nur elf Runden gefahren. Doch in jeder Runde wurde ich schneller und zum Abschluss des Tests fuhr ich nochmals eine 1´29.3. Im Nachhinein hat sich dieser Schritt als richtig erweisen, weil das Vertrauen sofort wieder vorhanden war, sowie es auch extrem wichtig war, das Gefühl schnellstens wieder zurückzuerlangen,“ berichtete Folger weiter und stellte anschliessend einen Vergleich zum vorherigen Test in Malaysia an. 

„Gegenüber dem letzten Test in Sepang habe ich mich vor allem im Kurveneingang und -ausgang fahrerisch verbessert. In diesen Bereichen fahre ich jetzt viel sanfter und beanspruche die Reifen weniger. Trotzdem bin ich immer noch schnell. Diese Erfahrung werde ich versuchen nach Katar mitzunehmen und auf diesem Level dort weiterzumachen. An das erste Rennen denke ich aber noch nicht. Wir müssen uns vor dem Auftakt der Meisterschaft weiter auf das Testen konzentrieren. Bislang haben wir einen grossartigen Job gemacht. Diese Tatsache gibt uns viel Selbstvertrauen. Doch ich selbst muss ruhig bleiben und darf nicht zu viel erwarten, auch wenn wir nicht nur uns selbst, sondern auch einige andere überrascht haben.“

Text: Doreen Müller

Foto: Monster Yamaha Tech3

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