Phillip Island-GP: Binder gewinnt Insel-Chaos

Binder, Moto3, Australian MotoGP 2016

Brad Binder gewann auf Phillip Island ein chaosartiges Moto3-Rennen. Vom Start weg war der Lauf von Zwischenfällen durchzogen. Nach einem Neustart hatte der Südafrikaner jedoch die Nase klar vorn vor Andrea Locatelli und Aaron Canet.

Nach dem Wetter-Chaos des gesamten Wochenendes war der Sonnenschein, der die Moto3-Piloten in Australien ins Rennen begleitete, eine wahre Wohltat für die Fahrer. Doch nicht nur das Wetter hatte sich geändert. Da unter anderem Fabio Quartararo, Enea Bastianini, John McPhee, Pecco Bagnaia und Philipp Öttl wegen Missachtung roter Flaggen und illegaler ECU strafversetzt wurden, ging das Feld durchgewürfelt ins Rennen. Den Start gewann Polesetter Binder vor Gabriel Rodrigo.

Gleich die zweite Kurve sah einige Tumulte. Darryn Binder kam zu Sturz und riss in einer Kettenreaktion Joan Mir, Juanfran Guevara und Khairul Idham Pawi mit. Auch Aaron Canets Rennen war schon früh beendet. Der Spanier crashte in Runde zwei. Vorn wechselte die Führung laufend. Nach einer Berührung in der 16-köpfigen Spitzengruppe ging auch Nicolo Bulega zu Boden. Sein Gegner in der Situation war Fabio Quartararo, der sich vom letzten Startplatz weit nach vorn gearbeitet hatte.

Eine weitere Lücke wurde von Rodrigo in die Spitzengruppe gerissen, der bei Lukey Heights zu optimistisch an Fabio di Gianantonio vorbei wollte und den Italiener nach außen drängte. Dieser räumte daraufhin Bagnaia mit ab. Zu einem Rennabbruch kam es wenig später, nachdem John McPhee die Front verloren hatte und Andrea Migno und Enea Bastianini nicht ausweichen konnten. Die Fahrer wurden noch an der Strecke medizinisch versorgt.

Anschließend wurde das Rennen auf zehn Runden neugestartet. Auch diesmal kam Brad Binder am besten vom Start weg gefolgt von Andrea Locatelli und Jules Danilo. Niccolo Antonelli konnte die Chance nicht nutzen, die der Ausfall der vielen WM-Konkurrenten bedeutete. Der Italiener crashte in der Honda-Corner. Ein desaströses Wochenende entwickelte sich für das Sky VR46 Team, nachdem auch das Rennen des dritten Fahrers Lorenzo dalla Porta nach einem Frühstart kaputt war.

Vorn fuhren Binder und Locatelli mit jeweiligem Abstand einsame Runden, während die Gruppe um Platz drei bis zu Rang 18 reichte. Erst auf der Ziellinie entschied sich der letzte Podestplatz. Aaron Canet schaffte es, sich aus dem Windschatten heraus auf Platz drei zu schieben. Vierter wurde Darryn Binder vor Livio Loi und Jorge Martin. Philipp Öttl wurde 14.

 

Die Rennergebnisse können HIER eingesehen werden.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Motogp.com

 

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