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Ole Bismark mit spannenden Rennen am Schleizer Dreieck!

 Am 10. Juni 1923 fand das erste Rennen auf dem Schleizer Dreieck statt und somit befinden wir uns auf der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands. Wahnsinn, ich durfte auf diesem Traditionsrundkurs fahren! OK – Die Strecke ist natürlich mittlerweile entschärft worden, denn von den ursprünglich 7,6km sind heute nur noch 3,8km übrig geblieben, aber diese haben es in sich.

Meinen Finger muss ich nun nicht mehr tapen und der Nagel wächst langsam nach, trotzdem bleiben die Schulterprobleme und verkrampfen der Nackenmuskulatur, also Zähne zusammenbeißen. Neu seit Schleizer Dreieck ist die Farbe meines Bursig Ständer, welcher ab sofort in Neonrot perfekt zu meinem Bike leuchtet. Danke an Pulverbar.de für die langjährige Unterstützung. 

1. Rennen
Ich startete von P11. Das komplette Starterfeld im dritten Jahr des Cups war stärker denn je. Vom 1. Bis zum 13 Platz lag alles innerhalb von zwei Sekunden, also freute ich mich auf viele Zweikämpfe. Der Start gelang mir relativ gut und ich konnte mich innen in die erste Kurve reinbremsen, doch Vorsicht – Bremse früh genug öffnen – da ist ein riesen Belagwechsel, der gerne zum Vorderrad einklappen führt. „Puh, geschafft!“ Ich hatte tolle Zweikämpfe mit Maurice Langrenay vom Nordlicht Racing Team, er zeigt sich in Schleiz mit seiner bisherigen Spitzenform und wird von Wochenende zu Wochenende schneller. Gleiches gilt für seinen Teamkollegen Timo Krüger: Super Leistung Jungs! Nicht nur auf der Strecke umgebe ich mich sehr gern mit dem Team, auch im Fahrerlager passen wir gut zusammen.

Doch zurück zum Rennen: Ich wusste, dass Kay Metzke hinter mir ist und sicher wieder an mir vorbei wollte. Zu diesem Zeitpunkt stehe ich auf Position 9. Ich bremste sehr spät in die Start/Ziel-Schikane und konnte die Linie nicht halten, beim Rausbeschleunigen
ging mir das Heck weg und mein Federbein drückte mich gefühlt waagerecht zur Strecke in die Luft.
„weniger Gas, nicht ganz zu machen!“ schnellte es durch meinen Kopf. Kurz vor knapp rettete ich das Ding und im gleichen Moment blickte ich nach hinten um zu schauen wo Kay war. Ich erschrak, denn sein Helm war 20cm neben mir und ich dachte jetzt knallt es. Doch wieder hatte ich Glück. Wir fuhren gemeinsam die Start/Ziel hoch, ich gab ihm meinenDaumen und ließ ihn abziehen. Durch Stürze in der Spitzengruppe kam ich letztendlich auf P7 ins Ziel.

 

2.Rennen
Ich kam gut vom Fleck weg und wurde durch einen Fehler in den immer sehr unruhigen ersten Runden durch die Vordermänner von Maurice und Timo überholt. „Aber nicht mit mir“ dachte ich mir und zog mit dem neuen Satz Reifen schneller am Kabel. Maurice konnte
sich länger vor mir halten, es gab einige Ecken wo er Zeit verlor und andere wo er einfach viel besser raus kam. Das lag wohl immer noch an meinem Kopf, der mich einfach blockierte. Doch runter in die Seng wackelte sein Motorrad auf einmal vor mir. Ich hielt etwas Sicherheitsabstand, was sich wohl als Entscheidung des Wochenendes herausstellen sollte. In der Spitzkehre angelangt konnte Maurice nicht rausbeschleunigen und hob den Fuß hoch während er zum Fahrbahnrand rollte. Wenn ich nun genau dran geblieben wäre, hätte ich Mo dermaßen vom Hocker gefahren. Das war wieder Glück, oder besser gesagt im richtigen Moment den Kopf eingeschaltet, denn die Spitzkehre ist der engste Abschnitt des Schleizer Dreiecks  und eigentlich jeder Zentimeter Ideallinie.

Da dies in den ersten Runden geschah, folgte für mich mal wieder ein einsames Rennen. Ich sah die Spitze stets 10-15 Sekunden vor mir, konnte jedoch einfach nicht schneller fahren. Ich fuhr konstante 1,42 tief Zeiten bis zum Schluss und somit 

 

beendete ich wieder durch Stürze in der Spitzengruppe mit Position 6. Mein bisher bestes Ergebnis 2017. Heil geblieben und voller Vorfreude auf Assen (11.08.-13.08.) verlasse ich das einmalige Fahrerlager von Schleiz und bedanke mich bei allen 28 Tausend Zuschauern die vor Ort waren.

 

Text: Ole Bismark

Foto: Felix Wiessmann 

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