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Ole Bismark stellt sich in Assen den Wettkämpfen

Neue Strecke, neues Glück – das war mein Motto für dieses aufschlussreiche Wochenende. Auch neben der Strecke war ich mal ganz vorne mit dabei. „Assen im Nassen“ sagt man ja und so sollte es auch kommen. Das Fahrerlager war schon abgetrocknet und ich entschied mich, so wie viele andere, auf Trockenreifen raus zu fahren. Kaum in der Pitlane angekommen habe ich angefangen unter dem Helm lauthals zu lachen, denn die Strecke war noch komplett nass. Ich nahm mir die entspannten Runden um die Kurven zu studieren, markante Punkte für eventuelle Brems-, Einlenk- die Scheitelpunkte zu merken.

Im 1. Qualifying am Freitag konnte ich mich mit einer 1.59.638 auf Pos 6 setzen. Während des 2. Qualifying hat es die gesamte Zeit geregnet und somit war die Startaufstellung besiegelt. Am Samstagabend wurde noch ein dritter Titel ausgekämpft, denn unser Veranstalter hatte sich ein besonderes Schmankerl überlegt. Einen Dreikampf über dessen Disziplinen niemand bis zur letzten Minute Bescheid wusste um eventuelle Geheimtrainings, wie es bei uns üblich ist, zu unterbinden.

 

1.Disziplin: Schnellstmöglich Hinterrad einer Gladius Ausbauen, Rad rausrollen und wieder einbauen.

2.Disziplin: X-Lite Helm Visier tauschen auf Zeit

3.Disziplin: Einen KKD-Lederkombi in Größe Festzelt anziehen unter Zeitdruck

Der jeweils Schnellste durfte in der Suzuki Zeltstadt auf einem Thron Platz nehmen, welcher vor einer Plastikpalme stand, deren Blumentopf mit köstlichen Kaltgetränken gefüllt war. Da ich nicht von gestern bin, meldete ich mich sofort als erster und stürzte mich mit Gelassenheit an die Disziplinen, denn eins war klar: Ich werde auf jeden Fall der Schnellste sein, haha. Schlussendlich durfte ich 3. werden und es gab ein super Gewinnerpaket aus T-shirts, Tassen, Mützen und Fanartikeln von LSL und Bursig. Der Erstplatzierte Peter Hölpert gewann ein Paar KKD-Handschuhe und der 2. Platz einen Satz Felgentaschen von Racefoxx. Obendrein gab es einen Regenschirm von DUNLOP und jeder weiß wie selten diese epischen Reliquien von Dunlop zu finden sind. Sehr gelungener Abend – vielen lieben Dank.

1.Rennen

16:30 Uhr war alles wieder trocken und wieder einmal gelang mir der Start in etwa so wie bei Mario Kart wenn man zu früh ans Gas geht – Man kommt nicht vom Fleck! Von P6 reihte ich mich also Auf P12 ein. Nach spannenden Überholmanövern mit Kay Metzke und Ludwig Plinke konnte ich mich durchsetzen und versuchte den Anschluss nach vorne zu finden. Plötzlich sah ich wie Carsten Stork in der schnellen Links vor der Start-Ziel Schikane von der Strecke kam. Dadurch war ich der Position 7 nah. Ich kämpfte mich vorbei und fuhr Kampflinie um meine Position zu halten. Die Entscheidung sollte auf die Letzte Schikane vor Start-Ziel fallen und ich musste durch ein Faires Manöver die Position hergeben. Somit bin ich 8. geworden mit einem Abstand von 16. Sekunden auf die 1 – Nach Wertung 7.

2.Rennen

Ich kam gut vom Fleck, doch der 2. Gang wollte nicht auf Anhieb reinrutschen und somit bog ich diesmal als 10. in die erste Kurve ein. Mit einem neuem Hinterradreifen fühlte ich mich sicher und wusste, dass ich mehr pushen kann. Von Kurve 1 an hatte ich ein super Gefühl und somit befand ich mich in Runde 5 schon auf der 4. Position unmittelbar hinter der Top 3 (Pascal, Justus
und Carsten). Ich fuhr in der 4. Runde eine 1.57.095 mit 2 Überholmanövern und freute mich einen Ast ab endlich wieder die Zeiten der Spitze mitgehen zu können. Beim Rausbeschleunigen auf den letzten Streckenabschnitt rutschte mir das Hinterrad weg und das Federbein schoss mich von den Fußrasten als der Reifen wieder Grip hatte. Ich fuhr mit 120 km/h ins Kiesbett während ich versuchte am Gas zu bleiben und auf meinem Motorrad. Nach dem Kies kam Wiese und dann endlich wieder asphaltierte Auslaufzone! Durchatmen, wieder rauf auf die Strecke und durchziehen. Somit habe ich in der Runde 5,6 Sekunden verloren und bin von Position 4 auf 10 gefallen. In den folgenden Runden war ich direkt eine Sekunde langsamer weil mir das Vertrauen in den neuen Reifen dadurch genommen wurde – keine Eier, haha. Konstante 1.58er Zeiten bis ich in der 10. Runde nochmals eine 57 gefahren bin weil ich die Chance auf 2 weitere Positionen gewittert habe, also hieß es beißen und rankämpfen. In der 10. Konnte ich mir Kay schnappen und in der Letzten Runde nach einem grandiosen Hin und Her mit Ludwig beendete ich das Rennen wieder auf Position 8. (Wertung 7).

Somit befinde ich mich nach Lauf 8 der Saison auf dem Gesamtrang 8 und freue mich mit neu gewonnenem Vertrauen und Selbstbewusstsein auf Oschersleben am 01.09.

Ich danke meinen Unterstützern Motorrad Technik Dreier, Bursig, Zupin, Hein Gericke und Pulverbar welche mir immer viel Kraft geben und weiterhin an mich glauben. #Nevergiveup

 

Text: Ole Bismark

Fotos: FW-Fotografie (Titel), Cojones Pictures

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