Mugello-GP: Martin setzt sich gegen Italiener durch

Jorge Martin war im Moto3-Rennen von Mugello der Mann der Stunde. In einem von Windschattenspielen durchzogenen Krimi setzte sich der Spanier gegen die Italiener durch, die vor ihrem Heimpublikum alles gaben.

Martin stürmte zunächst von der Pole Position direkt an die Spitze und begann unmittelbar sich einen Vorsprung herauszufahren. Die Verfolgung nahm Marco Bezzecchi auf, der nach Runde 1 eine halbe Sekunde Rückstand hatte. In der zweiten Runde ging der Drittplatzierte Fabio di Giannantonio an Bezzecchi vorbei, wurde jedoch bald ausgekontert. Für Adam Norrodin war das Rennen nach zwei Runden vorbei. Der Malaie zerstörte seine Maschine bei einem Highsider, blieb selbst jedoch unverletzt. 

Spitzentrio von einem anderen Stern

Mithilfe des Mugello typischen Windschattens gelang es Bezzecchi und Di Giannantonio, den entflohenen Martin wieder einzufangen und so entstand ein Dreikampf um den Sieg. Knapp drei Sekunden betrug der Vorsprung der drei auf die Verfolgergruppe. Diese hatte es in sich: 17 Fahrer kämpften innerhalb von anderthalb Sekunden um Platz vier. Es dauerte bis in die letzten fünf Runden, bis sich eine Handvoll Fahrer herauskristallisieren konnten.

Die Positionen wechselten in beiden Gruppen munter, während Jaume Masia im Kampf mit Teamkollege Marcos Ramirez zu Boden ging. Der Siegeskampf spitzte sich in den letzten beiden Runden zu: Nachdem es erst so aussah, als könnten die Teamkollegen Martin und Di Giannantonio den Sieg unter sich ausmachen, brachte sich Bezzecchi im Windschatten wieder ins Spiel und es begann erneut ein Showdown der WM-Führenden.

Eingangs der letzten Runden bremste sich Bezzecchi ein weiteres Mal in Führung, ging jedoch weit und machte die Tür auf für seine Gegner. Martin wurde nun von DiGiannantonio durch die letzte Runde gejagt, der den Plan hatte, sich den Spanier auf der Zielgeraden zu schnappen. Dies versuchte er denn auch in die Tat umzusetzen. Allerdings hatte Di Giannantonio die Rechnung ohne Bezzecchi gemacht, der im Windschatten auf Platz zwei zog. Dadurch gewann Martin und die drei passierten die Ziellinie getrennt durch 0,043 Sekunden. 

Dahinter kamen Gabriel Rodrigo und Andrea Migno ins Ziel gefolgt von Enea Bastianini und Tony Arbolino. Philipp Öttl befand sich nach einer schwierigen Anfangsphase in den hinteren Top 30. Im Rennverlauf arbeitete sich der Deutsche nach vorn und kämpfte am Schluss um die letzten WM-Punkte. Im Ziel reichte es dafür allerdings nicht. Öttl wurde 19.

Das Rennergebnis kann hier eingesehen werden.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Gresini Racing 

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