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Mugello-GP: Lorenzo „hätte ich mit Rossi gekämpft, hätte ich vielleicht nicht gewonnen“

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Jorge Lorenzo startete beim Mugello-GP von Platz 5 aus und machte rasch seine Intentionen klar, als er mit einem fliegenden Start sich direkt vor seinen Teamkollegen Valentino Rossi setzen konnte. Aber der Italiener blieb dicht an Lorenzo dran und liess sich nicht abschütteln, ein Motorschaden machte Rossis Hoffnungen zu nichte und verschaffte dem Spanier etwas Luft. Doch nicht lange und schon griff der nächste Verfolger nach dem Sieg. Marc Marquez attackierte Lorenzo in den verbleibenden Runden mehrfach und knöpfte ihm in der letzten Runde die Führung zunächst ab, doch auf der Start-Ziel-Linie griff der Mallorquiner zu einem Manöver mit dem er bereits in der Vergangenheit erfolgreich war.

„Es war ein unerwartetes Rennen denn wir dachten das beispielsweise Iannone und Vinales, welche eine sehr gute Pace hatten, bis zum Ende um den Sieg kämpfen würden, aber am Ende war es Marc. Es schaute nicht so aus als hätte er die Pace in den Trainingssessions aber er folgte mir das ganze Rennen. Ich versuchte mich abzusetzen und pushte hart und verwendete viel Energie und ich dachte ich hätte nicht genug um mit Marc um den Sieg zu kämpfen, denn er hinter mir sparte sich möglicherweise mehr Energie und war am Ende stärker, aber mein Glück war zu diesem Zeitpunkt der Motor. Als ich hinter ihm war, dachte ich, ich würde das Rennen verlieren und ich versuchte ein verrücktes Manöver welches ich bei De Angelis in einem Rennen in der 250er Klasse 2005 genutzt hatte. Diese Erinnerung war in meinem Kopf, so sagte ich zu mir selbst „Warum soll ich hier nicht dasselbe versuchen?“ und ich tat es. Ich passierte ihn aber ging weit und er überholte mich erneut. In der letzte Kurve versuchte ich ihn auszubremsen aber er schloss die Tür so sehr dass ich die Bremse wieder lösen musste, damit wir uns nicht berührten und zusammen stürzten, daher entschied ich mich an zweiter Stelle zu bleiben und nahm viel Geschwindigkeit auf in der letzten Kurve und am Ausgang mit dem Windschatten und versuchte es. Als ich die Kurve verließ dachte ich, ich verliere das Rennen, aber mein Bike konnte ihn einfangen  und ich gewann überraschend. In der Moto3 sehen wir öfters Rennen wie diese aber in der MotoGP passieren diese Art von Finish nicht sehr oft. Hätte ich heute mit Rossi oder Iannone gekämpft, hätte ich vielleicht nicht gewonnen, es war ein verrücktes Rennen.“

Text: Doreen Müller

Foto: motogp.com

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