MotoGP: Wissenswertes zum Katar-Grand Prix

An diesem Wochenende beginnt die MotoGP-Saison 2018. Zum elften Mal werden für das erste Rennen in Katar die Flutlichter rund um den Losail Circuit unweit von Doha entzündet. Das Wüstenrennen selbst ist bereits seit 2004 im Kalender. Wir haben alles Wissenswerte zum Saisonauftakt zusammengefasst.

In den letzten Jahren war der Große Preis von Katar stets für eine Überraschung gut. Vier verschiedene Sieger gab es allein in den letzten vier Jahren (Maverick Vinales, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi, Marc Marquez). Das macht es schwierig, für dieses Jahr einen Favoriten auszumachen, zumal sich auch der Test-Schnellste Johann Zarco bis zu seinem Sturz im Vorjahr wacker geschlagen hat und auch Andrea Dovizioso oder Andrea Iannone sehr schnell waren. Auffällig ist in der Statistik jedoch, dass die oberste Stufe des Treppchens in den letzten drei Jahren fest in Yamaha-Hand war. Das ist nicht selbstverständlich, denn wir konnten meist spannende Kämpfe zwischen Honda, Yamaha und Ducati sehen.

Siege der verschiedenen Hersteller in Katar (2004-2017):

Ducati: 3 (Casey Stoner 3x)

Honda: 3 (Sete Gibernau 1x, Casey Stoner 1x, Marc Marquez 1x)

Yamaha: 8 (Valentino Rossi 4x, Jorge Lorenzo 3x, Maverick Vinales 1x)

Dass Katar immer für spannende Kämpfe gut ist, zeigen allein die Rundenzeiten. Zwar fiel 2017 das Qualifying wegen Wetterkapriolen aus, doch lagen in den vergangenen Jahren nach dem Training immer mindestens die Top 10 innerhalb von einer Sekunde. Dieser Trend zeigt scheint sich nach dem Katar-Test vor zwei Wochen fortzusetzen. Dort trennten die Top 13 nur 1,103 Sekunden. Den Streckenrekord hält noch immer Jorge Lorenzo, der 2008 im Qualifying – wenn auch mit Qualifyer-Reifen – eine 1:53,927 fuhr.

Ein großes Thema stellt wie jedes Jahr die Reifen dar. Nicht nur, dass in Katar wegen der Kurvenaufteilung (6 Linkskurven, 10 Rechtskurven) mit asymmetrischen Reifen gefahren wird (jedes Jahr sorgen Kurven wie Turn 2 oder Turn 15 für viele Stürze). Dieses Jahr werden einige Trainingssessions im hellen absolviert, was für Michelin eine neue Herausforderung darstellt, da die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in der Wüste groß sind. Zusätzlich sorgt der Sand, der über den Asphalt fegt, jedes Jahr für schwierige Bedingungen.

Reifenoptionen für das Katar-Wochenende:

Slicks für hinten und vorn in folgenden Mischungen (die Hinterreifen sind mit einer härteren rechten Reifenflanke ausgestattet):

Hard (gelbe Markierung), Medium, Soft (weiße Markierung)

Beim Katar-Test hat die Dorna zudem einen Regentest durchgeführt, bei dem die Strecke unter Wasser gesetzt wurde. Entscheidet sich die Rennleitung dafür, dass es sicher genug für eine nasse Session ist, stellt Michelin den Fahrern Regenreifen in den Mischungen Medium und Soft (blaue Markierung) mit ebenfalls asymmetrischen Hinterreifen zur Verfügung.

Los geht es diesmal anders als in den Vorjahren nicht schon am Donnerstag, sondern mit den ersten Trainings am Freitag (11:50 deutsche Zeit). Wann die Rennen im TV angesehen werden können, kann HIER nachgeschaut werden.

 

Text: Dominik Lack

Foto: MotoGP.com

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