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MotoGP: Warum der Phillip Island-GP etwas ganz Besonderes war

Das MotoGP-Rennen auf Phillip Island glich einem gut durchdachten Krimi. Die Fans, Kritiker und die gesamte Weltpresse zeigten sich nach diesem spannenden Kampf begeistert. Wir haben für Euch vier Gründe zusammengestellt, weshalb wir der Meinung sind, dass der Australien-GP etwas ganz Besonderes war.



1. Die Top 4 kamen innerhalb von 1,058 Sekunden ins Ziel. So eng geht es sehr selten zu. Zum Vergleich: Beim letzten Trockenrennen in Aragón waren es fast acht Sekunden. Dass es so eng werden würde, war nach dem Training nicht unbedingt zu erwarten.

2. Das Rennen hatte eine ganz besondere Dynamik: Zuerst hatten wir den Zweikampf Lorenzo-Iannone, in den sich Marquez einmischte. Dann sahen wir einen Ausreißversuch von Lorenzo mit anschließendem Dreikampf zwischen Marquez, Rossi und Iannone. Danach fieberten wir, ob es Marquez schaffen würde, Lorenzo einzuholen. Er schaffte es, ging vorbei und der Vierkampf war da. Nach dem Konter von Lorenzo zog dieser wieder davon, hinten entstand erneut der Dreikampf. Am Ende hatten wir den ultimativen Showdown in zwei parallelen Duellen. Einen schöneren Spannungsbogen kann man sich nicht wünschen.

3. Zwei WM-Rivalen auf gleichen Bikes standen sich gegenüber, aber das Zünglein an der Waage spielten zwei andere Fahrer, die nichts zu verlieren hatten. Dadurch konnte man bei jedem einzelnen Manöver den Taschenrechner zücken. Ein Andrea Iannone und ein Marc Marquez würzen darüber hinaus ohnehin jeden Zweikampf.

4. Drei verschiedene Bikes waren beteiligt. In dieser Saison hat man zwar schon öfters sehen können, dass die Ducatisti schnell sind. Dass sie das Tempo aber über die ganze Renndistanz halten können, war neu. Unterschiedliche Hersteller bringen eine schöne Abwechslung an der MotoGP-Spitze und man ist endlich wieder beim traditionellen Kerngedanken der Weltmeisterschaft (ein Wettstreit der Marken neben dem Wettstreit der Fahrer). Eigentlich fehlt nur noch Suzuki vorn, aber die brauchen noch ein wenig Zeit.


Text und Foto: Dominik Lack


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