MotoGP Vorschau: Austin GP


Die neue Saison der MotoGP hat vor zwei Wochen in Katar gleich mit einem spannenden Rennen begonnen. An diesem Wochenende geht es nach Texas zur zweiten Station. Gefahren wird zum dritten Mal auf dem Circuit of the Americas nahe der Stadt Austin.

So aufschlussreich der Saisonauftakt auch war, es ergaben sich für kommenden Sonntag einige Fragen. Die Hauptthemen werden sein:

Kann Marc Marquez den Fehler aus Doha wieder ausbügeln? Der Weltmeister kommt als Tabellen-Fünfter an eine Strecke, auf der er in den letzten zwei Jahren ungeschlagen war. Bisher war von der damaligen Dominanz noch nicht viel zu spüren. Allerdings bin ich sicher, dass es schwierig sein wird, den Repsol-Honda-Piloten zu besiegen. Einer der möglichen Kandidaten für diese Aufgabe fällt für die nächsten beiden Rennen aus: Teamkollege Dani Pedrosa.

Wird Valentino Rossi die Schwierigkeiten hinter sich lassen, die ihm der Kurs in Austin in der Vergangenheit beschert hat? In Katar war der “Doktor” das ganze Wochenende über unscheinbar in den Top 10 gewesen, konnte aber im Rennen triumphieren und siegen. Meiner Meinung nach droht ihm möglicherweise ein ähnlicher Leistungsabfall wie in den letzten beiden Jahren. Dennoch sollte man ihn auf dieser “Honda-Strecke” nicht unterschätzen. Selbiges gilt für Jorge Lorenzo, der hier im letzten Jahr einen Fehlstart par Excellence hinlegte. Wie sich die Yamahas mit dem neuen Full-Seamless-Getriebe schlagen, wird interessant.

Spannend wird zu sehen, wie sich die Ducatis entwickeln. Mit nun 22 Litern Tankinhalt wird bei ihnen vor allem das Rennende interessant. Bis dahin denke ich, dass besonders Andrea Dovizioso um die Podestplätze ein Wörtchen mitreden kann.

Stefan Bradl kommt nun zu einer Strecke, die ihm in der Vergangenheit entgegen kam. Allerdings scheint die Open-Yamaha dort ein Paar Probleme zu haben. Aleix Espargaro holte im Vorjahr für das Forward Racing Team Platz neun, verlor aber auf die Spitze 45 Sekunden. Andererseits wäre ein neunter Platz für Bradl eine Erleichterung nach dem komplizierten Saisonstart.

Cal Crutchlow blieb im Nachtrennen von Katar hinter den Erwartungen zurück. Sofern jedoch seine Bremsprobleme an der LCR Honda dauerhaft gelöst sind, kann er sicherlich in Austin den Top 5 gefährlich werden. Crutchlow hat einiges gutzumachen und hat nach den starken Freien Trainings vor zwei Wochen Blut geleckt.

Eine große Überraschung war im ersten Rennen Yonny Hernandez. Der Kolumbianer konnte in der Anfangsphase sogar Marc Marquez auf seiner Aufholjagd in die Quere kommen. Im letzten Jahr hat sich Andrea Iannone für Pramac Racing in Texas achtbar geschlagen. Wenn die Trainingsperformance stimmt, sehe ich Hernandez in den Top 10.

Gleiches gilt für die Suzuki-Piloten. Vor allem an der Power mangelt es zwar noch – und das wird auf der langen Gegengerade in Austin das Hauptproblem – generell stimmt aber das Renntempo. Für Aleix Espargaro ist also wieder eine Top-10-Platzierung drin. Möglicherweise auch für Rookie Maverick Vinales, der auch im letzten Jahr als Moto 2-Rookie hier bereits auftrumpfen konnte.

Text: Repsol Honda, Dominik Lack

Foto: Repsol Honda



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