Sepang-Test: Baz „Fühle mich wie nach 20 Stunden Training“

 

 

Glück im Unglück hatte am heutigen Testtag Avintia Racing Pilot Loris Baz. Gemeinsam mit Teamkollegen Hector Barbera fuhr der Franzose einige Testrunden am Morgen auf dem Sepang International Circuit und verbesserte seine gestrige Rundenzeit. In der zweiten Trainingssession des Tages zeigten sich jedoch plötzlich Probleme mit der Demsosedici GP14.2 und Baz stürzte bei einer Spitzengeschwindigkeit von 290 km/h.

 

 
Der Avintia-Ducati-Pilot, der gestern seinen 23. Geburtstag feierte, überstand den Sturz nahezu unverletzt und befand sich bereits Sekunden nach dem Sturz in der Avintia-Box um gemeinsam mit dem Team auf Fehlersuche zu gehen. Schnell wurden erste Mutmaßungen laut, dass der Sturz von einem geplatzten Hinterreifen verursacht wurde. Am Ende des zweiten Testtages in Sepang stand bei Avintia fest, das kein mechanischer Fehler der Ducati Demosedici GP erkannt wurde und es nun am Reifenhersteller Michelin liegt im Detail zu analysieren, was die Ursache des Reifenschadens ist.
Im gleichen Atemzug wies Avintia Racing Meldungen von sich, das sie mit den Reifen experimentiert haben, sondern teilten mit, dass sie jederzeit den Empfehlungen des Ingenieurs, der Ihnen durch den französischen Reifenhersteller zugewiesen worden wäre, gefolgt seien.
 
Loris Baz erlebte den Start in den Morgen zunächst recht positiv. „Der Start in den Tag verlief gut. Wir nutzen den weichen Reifen und versuchten unsere Zeiten zu verbessern und obwohl die Runde nicht unglaublich war, gelang es uns eine bessere Zeit als gestern zu erreichen. Aber dann hatten wir ein Problem mit dem Hinterreifen und ich stürzte bei 290 km/h und mein Bike wurde zerstört. Glücklicherweise habe ich mich nicht verletzt, aber du verlierst natürlich immer an Energie nach so einem Unfall, weil auch wenn ich mir nichts Ernstes getan habe, fühlen sich die Muskeln an als würdest Du seid 20 Stunden trainieren,“ berichtet der 23-Jährige. Den Avintia-Mechanikern gelang es schließlich, die Ducati wieder herzurichten, so dass Loris Baz die letzten zwei Stunden des Testtages noch nutzen konnte. Mehr als eine achtzehntschnellste Zeit war jedoch für den Franzosen am heutigen Tag nicht mehr drin. „Es war nicht schlecht, aber ich war etwas erschöpft und ich wollte nicht zu sehr pushen und nicht erneut stürzen. Aber mir gelang es die gleiche Rundenzeit vom gestrigen Test zu fahren und wir konnten einige Fahrwerksteile testen, die ich nicht so sehr mochte.“
 
In derselben Runde in der Loris Baz am Morgen stürzte, gelang es seinem Teamkollegen Hector Barbera seine Rundenzeit enorm zu verbessern und er lag bis zum Ende des Tages an zweiter Stelle. Erst in den letzten Minuten verdrängte Jorge Lorenzo die Zeit seinen spanischen Landsmann auf die drittschnellste Position.

 

 

 
Foto: Avintia Racing

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