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MotoGP: Saisonrückblick Teil 1: Helmvisiere, Armpump und Altmeister


Das Jahr neigt sich dem Ende. Racetrack-News möchte die Gelegenheit nutzen und auf eine spannende MotoGP-Saison zurückblicken. 



TEIL 1

Katar:

Schon die Anfangsphase des Saisonauftaktes hatte es in sich: Marc Marquez, der von Startplatz 3 aus ins Rennen gegangen war, musste in der ersten Kurve einer Tech 3 Yamaha ausweichen und einen weiten Bogen fahren. Während Andrea Dovizioso als Erster aus der ersten Runde kam, fand sich der Weltmeister auf Platz 16 wieder. Danach folgte für den Repsol-Honda-Piloten eine Aufholjagd, an deren Ende er  auf Rang 5 vor Teamkollege Dani Pedrosa landete.

Vorne entstand zunächst ein Dreikampf der beiden Werks-Ducatis gegen Jorge Lorenzo, welcher das Rennen länger anführte. Valentino Rossi musste sich derweil von Platz 10 nach vorn arbeiten. Der „Doktor“ war nach sechs Runden auf der vierten Position und begann, den Rückstand auf die Führungsgruppe zu verringern. Als er an Andrea Iannones Hinterrad war, dauerte es nicht lange und Rossi ging vorbei.  Jorge Lorenzo bekam Probleme mit dem Helmvisier, konnte das Tempo seiner Mitstreiter nicht mitgehen und musste Iannone am Ende ziehen lassen. Im Kampf um Platz 1 setzte sich Rossi durch und begann die Saison mit einem Sieg.

Eine Schlagzeile erschütterte die MotoGP-Welt nach diesem spannenden Katar-GP: Dani Pedrosa hängt den Helm an den Nagel…wenn er sein Armpump-Problem nicht in den Griff bekommt! Nach dieser Ansage entschied sich der Spanier für eine Operation und eine Ruhepause. Er wurde von Hiroshi Aoyama ersetzt.


Austin:

Der Texas-GP sollte die Antwort des Weltmeisters sein. Marc Marquez strafte seine Kritiker Lügen und dominierte das Wochenende. Die Konkurrenz beeindruckte er mit einer unglaublichen Qualifikationsrunde: Nachdem er seine Honda mit Problemen abstellen musste, sprintete der Spanier an die Box und ging danach volles Risiko. Der Sieg im Rennen war die logische Konsequenz. Die Ducatis konnten ihre gute Performance aus Katar auch hier wieder zeigen und balgten sich mit dem Movistar-Yamaha-Duo. Am Ende wurde Valentino Rossi Zweiter und Jorge Lorenzo holte den ersten Podestplatz der Saison. Stefan Bradl fiel mit der Forward-Yamaha derweil aus und konnte somit wieder keine WM-Punkte holen, obwohl es in der Qualifikation gut aussah.


Argentinien:

Beim Rennen in Termas de Rio Hondo zementierte sich ein wichtiger Begleitaspekt der Saison 2015: Die Rivalität von Valentino Rossi und Marc Marquez. Der Spanier sah im Rennen bereits nach wenigen Runden als der sichere Sieger aus und konnte sich einen großen Vorsprung herausfahren. Rossi musste sich währenddessen erst vorkämpfen und machte sich von Platz zwei aus an die Verfolgung des Weltmeisters. Mithilfe seines extra-harten Hinterreifens gelang es ihm, den Vorsprung herunterzuschrauben und zwei Runden vor Schluss ging er vorbei. Marquez konterte, blieb aber nicht vor einer weiteren Attacke sicher. Rossi bremste sich Ende der Gegengeraden vorbei, Marquez hielt dagegen. Beide berührten sich und Marquez, der immer noch nicht aufgeben wollte, fuhr an das Hinterrad der Yamaha. Dabei stürzte der Repsol-Honda-Pilot und ging mit einem Nuller nach Hause.

Cal Crutchlow konnte sich im Finish gegen Andrea Iannone durchsetzen und verhinderte – da Andrea Dovizioso Platz zwei belegte – ein rein italienisches Podium. Für den Briten sollte es das einzige Podium der Saison sein. Stefan Bradl sah mit dem 15. Platz den ersten Lichtblick.



Text: Dominik Lack
Foto: Movistar Yamaha







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