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MotoGP: Rückblick: Wenn man Rossi von hinten starten lässt

Die Aufregung nach dem Sepang-GP beginnt langsam abzuebben. Nun beginnen nicht nur die Fans, nach vorne zum Valencia-GP zu blicken. Auch die Fahrer beginnen mit der Vorbereitung auf das Saisonfinale. Valentino Rossi twitterte, er bedanke sich beim Support der Fans und trainiere nun für Valencia. Marc Marquez tat es ihm gleich. Wir wollen nun einmal die Zeit nutzen und einen Blick in die Vergangenheit werfen.


Rossi startet aus der letzten Reihe. Das gab es schon einmal. Und zwar beim ersten Katar-Grand Prix 2004. Damals hatte Rossi, der sich in seinem ersten Yamaha-Jahr befand, ein schwieriges Qualifying hinter sich. In der Nacht vor dem Rennen führten Mitglieder der Rossi-Crew auf dessen Startplatz Burnouts durch. Dies beobachtete das Team von WM-Rivale Sete Gibernau und ging zur Rennleitung. Diese entschied, den „Doktor“ auf den letzten Startplatz zu verbannen. Aus ähnlichem Grund wurde gleichzeitig Max Biaggi bestraft, der sich dann letztlich am Schluss des Feldes einreihte.

Runde 1:
Rossi, stinksauer prescht nach einem hervorragenden Start nach vorne und bremst sich in der ersten Kurve vor auf Rang neun (das MotoGP-Feld war damals 21 Fahrer stark). Nach einem Überholmanöver an Nicky Hayden liegt er Ende der ersten Runde auf Platz acht.

Runde 2:
Eingangs der zweiten Runde geht Rossi an Loris Capirossi vorbei auf Platz sieben. Vorne ziehen sich die Gruppen auseinander. Gibernau und Carlos Checa setzen sich ab, dahinter formiert sich die Verfolgergruppe inklusive Rossi.

Runde 3:
Rossi verbremst sich in der ersten Kurve, schickt Alex Barros auf neben die Strecke, entschuldigt sich direkt per Handzeichen. In der gleichen Runde geht Shinya Nakanos Kawaskaki-Motor in Rauch auf. Rossi liegt nun hinter Colin Edwards an der vierten Stelle. 

Runde 5:
In der letzten Linkskurve vor Start-Ziel lässt sich Rossi etwas zu weit nach außen tragen, gerät auf den Kunstrasen. Beim Beschleunigen bricht das Hinterrad aus und Rossi geht zu Boden. Dabei verletzt er sich am kleinen Finger. Gibernau gewinnt anschließend.

Egal, wie viele Szenarios in Sachen Hilfe durch andere Fahrer Rossi durchspielt, wenn er den Titel holen will, muss er die Nerven behalten. In Valencia hat er 2005 vom 15. Startplatz eine ähnlich brisante Aufholjagd hingelegt, die er als Dritter auf dem Podium beendete. Nur Marc Marquez hat vom letzten Startplatz bei trockenen Bedingungen schon gewonnen…allerdings in der 125er-Klasse. In der Moto2-WM fuhr er in Australien 2011 auf Rang drei.


Text und Foto: Dominik Lack


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