MotoGP: Qatar Test: Auf zur Generalprobe!

Am kommenden Samstag ist es soweit. Die MotoGP-Fahrer geben sich auf dem Loswill International Circuit in Qatar die Ehre. Zum letzten Mal vor dem Saisonstart in zwei Wochen gehen die Piloten zum Testen auf die Strecke.

Spannend wird zu sehen, wie die Machtverhältnisse der großen Werke Honda und Yamaha hier aussehen werden. In Malaysia waren es vor allem die Hondas und Marc Marquez, die vorn an der Spitze den Ton angaben. Jorge Lorenzo und Valentino Rossi fehlte auf der fliegenden Runde permanent das letzte Zehntel. Von der Pace her scheinen die Bikes dennoch näher aneinander gerückt, als zu gleichem Zeitpunkt im Vorjahr.

Die Arbeit bei Repsol wird vor allem Setup-orientiert stattfinden. Neue Teile werden voraussichtlich nicht mehr geliefert. Bei Yamaha hatte man in den letzten Tagen angekündigt, dieses Jahr mit einem Full-Seamless-Getriebe an den Start zu gehen. Nachdem die Evolutionsstufe beim letzten Sepang-Test nicht unbedingt für den Durchbruch gesorgt hat, sind die Movistar-Teamkollegen gespannt auf das Fahrverhalten ihrer M1 auf der mit Flutlicht ausgeleuchteten Wüstenstrecke.

Interessant wird die Performance des Briten Cal Crutchlow zu sehen sein. Der LCR Honda-Fahrer hatte in Sepang einen guten Rennspeed und wurde lediglich durch Probleme an der Bremse etwas aufgehalten. Für den Saisonauftakt hat sich Crutchlow einiges vorgenommen. Die Piste kam ihm in der Vergangenheit zumindest entgegen.

Die Fortschritte im Ducati-Team sind bei den ersten Ausfahrten mit der GP15 mehr als deutlich geworden. Andrea Iannone und Teamkollege Dovizioso konnten eine starke Pace zeigen (Rang 4 und 9). Jetzt, da die alten Untersteuer-Probleme, die schon zur Zeit Valentino Rossis bei den Roten an der Tagesordnung waren, behoben scheinen, geht es auch hier um die Setuparbeit.

Weitere Updates wird es am Wochenende für das neue Suzuki Erstarr Racing Team geben. Die Truppe um Alex Espargaro und Maverick Vinales war nach Malaysia sichtlich zu frieden, hatte man doch konstant einen Fahrer in den Top 10 und beide innerhalb der Punkteränge zu verzeichnen gehabt. Anders lief es bei Gresini Aprilia. Die Italiener deuteten während ihrer Teampräsentation in
Mailand noch einmal auf die große Herausforderung hin, die das MotoGP-Projekt bedeute. Ein Ziel wird besonders sein, dem Rückkehrer Marco Melandri ein besseres Motorradgefühl zu ermöglichen. Der Name des 32-Jährigen stand in Sepang die meiste Zeit über am Schluss der Zeitenliste.

Für Stefan Bradl, der dieses Jahr den Open-Titel im Visier hat, geht es darum, aus den Fehlern des zweiten Sepang-Tests zu lernen und sich stetig weiterzuentwickeln. Der Deutsche hatte letztes Mal mit einigen Problemen zu kämpfen gehabt, die – wie auch Teamkollege Loris Baz erklärt hatte – besonders mit den Temperaturveränderungen zu tun hatten. In Qatar war Bradl jedoch in den letzten Jahren gut zurechtgekommen, weshalb man zuversichtlich sein kann, dass die Chancen für den Forward Racing Piloten auf ein Top 10 Ergebnis gut stehen. Die Performance seines Vorgängers Alex Espargaro auf dieser Piste sind auf jeden Fall eine gute Voraussetzung.

Los geht es Samstag um 14 Uhr Ortszeit (in Deutschland um 12 Uhr). Wir werden Euch auf Racetrack-News auf dem Laufenden halten.


Text: Dominik Lack

Fotos:  Repsol Honda



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