MotoGP: Neuzugänge in der Hall of Fame

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Franco Uncini und Alex Criville erhalten Legenden-Status. Die 500ccm-Weltmeister von 1982 und 1999 reihen sich ein in die Hall of Fame der Königsklasse, in der schon Fahrer wie Giacomo Agostini, Mike Hailwood, Barry Sheene oder Mick Doohan gewürdigt wurden. Die Zeremonien finden am Barcelona – und am Misano-Rennwochenende statt. Der letzte Neuzugang war im November 2015 Ex-MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden gewesen. 

Franco Uncini machte sein WM-Debüt 1976 und fuhr in den ersten Karriere-Jahren in der 250ccm- und 350ccm-Klasse. 1979 wagte der Italiener den Sprung in die Königsklasse und stieg in der Zweitaktära zu einem der Spitzenfahrer auf. Fünf Siege fuhr er 1982 auf Suzuki ein und holte auch den Titel. Es sollte vorerst der letzte 500ccm-Titel für einen Italiener sein, bis Valentino Rossi 2001 den Gesamtsieg schaffte.

Doch gab es auch Schattenseiten in Uncinis Karriere. 1983 verletzte er sich beim Assen-GP schwer, als er von einem nachfolgenden Fahrer überfahren wurde. Obwohl er damals im Koma lag, kam er in den folgenden zwei Jahren zum Rennsport zurück, bevor er für 1986 zurücktrat. Mittlerweile ist Uncini schon lange in der Safety-Commission der MotoGP tätig und arbeitet für die FIM eng mit Fahrern, Teams und Herstellern zusammen, um die höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

Alex Criville hingegen gehört zu den Fahrern, die den spanischen Erfolg in der Königklassen einläuteten. Er hatte mit Platz zwei beim Debüt 1987 in der 80ccm-Klasse einen unglaublichen Beginn auf der WM-Bühne. zwei Jahre später holte er mit fünf Rennsiegen den 125ccm-Titel. 1992 begann Criville eine Zusammenarbeit mit Sito Pons im 500ccm-Team. In dieser Saison holte er bei der Dutch TT den ersten spanischen Sieg der Klasse. 1994 fuhr er im Honda-Werksteam an der Seite von Mick Doohan. Die Zweikämpfe der beiden Teamkollegen in den Folgejahren wurden zu einem Sinnbild des Motorradrennsports der 90er Jahre. Für Criville sprangen dabei sieben Siege raus. 1999 verletzte sich Doohan und musste seine Karriere beenden. Criville holte den Titel und gewann weitere sechs Rennen. Nach zwei weiteren, eher mäßigen Saisons zog sich der Spanier Ende 2001 als aktiver Fahrer zurück, was unter anderem auch mit der epileptischen Erkrankung zu tun hatte, die ihm immer mehr zu schaffen gemacht hatte.

Nun arbeitet Criville mit Youngstern zusammen, kümmert sich um den Nachwuchs und ist auch im TV-Bereich für Movistar tätig. 

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Text: Dominik Lack

Fotos: MotoGP.com

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