MotoGP: Mir-Aufstieg wird offiziell

Joan Mir steigt in der kommenden Saison in die MotoGP auf. Dies wurde am Anfang der Woche offiziell verkündet. Der amtierende Moto3-Weltmeister und derzeit WM-Fünfte in der Moto2 wird eine Suzuki GSX-RR pilotieren.

Die internationale Karriere von Mir machte eine steile Kurve, als er 2016 als permanenter Fahrer für Leopard-Racing in die WM einstieg. Gleich in seiner ersten vollen Moto3-Saison holte er in Spielberg seinen ersten Sieg und wurde Gesamt-Fünfter. Im Folgejahr fuhr er mit zehn Siegen den WM-Titel ein. In der bisherigen Saison 2018 stehen dem 20-Jährigen zwei dritte Plätze in Frankreich und Italien zu Buche.

In der MotoGP wird er bei Ecstar Suzuki der Teamkollege von Alex Rins, der seine Vertragsverlängerung bereits früher verkündet hatte. Der Vertrag von Mir läuft über zwei Jahre. “Als Team haben wir immer auf die Langzeitentwicklung geschaut, was auch bedeutet, dass wir auf junge Fahrer setzen, von denen wir denken, dass sie eine Investition in die Zukunft sind” so Shinichi Sahara, Projektleiter bei Ecstar Suzuki. “Das haben wir bei unserem Debüt-Jahr 2015 getan und auch 2017 als wir Alex Rins verpflichteten, den wir dieses Jahr ebenfalls schon bestätigten. Jetzt bestätigen wir Joan Mir: Er ist ein junges Talent, das wir gern wachsen sehen möchten, genauso wie die GSX-RR und das Team mit ihm. Er ist momentan noch in der Moto2 eingespannt und wir möchten auf jeden Fall, dass er diese Saison noch genießt. Wir freuen uns aber auch darauf die Arbeit mit ihm zu beginnen und ihn in der Königsklasse debütieren zu sehen. Wir glauben an seine Fähigkeiten.”

Moto3-Weltmeister Mir beim Valencia-GP 2017 (© Dominik Lack)

“Joan Mir ist erst 20 Jahre alt und schon Weltmeister. Seine zehn Siege letztes Jahr waren beeindruckend und er hat seine vielen Fähigkeiten unter Beweis gestellt.” ist sich Davide Brivio sicher, der als Team-Manager schon Maverick Vinales verpflichtete und in der Vergangenheit mit Yamaha-Pilot Valentino Rossi erfolgreich war. “Er ist wild, klug, freundlich und kann sehr schnell sein.” fügte der Italiener hinzu. “All das sind Charakterzüge, nach denen wir bei einem jungen Fahrer schauen, der nicht nur wegen einer ansehnlichen Werksmaschine zu uns kommt, sondern weil er an unser Projekt glaubt.  Als ich mit ihm gesprochen habe, habe ich gemerkt, wie klar er sich darüber ist, dass er das Suzuki-Projekt gut findet und dabei sein möchte. Wir wissen sehr wohl, dass er Zeit brauchen wird um Erfahrung zu sammeln, aber wir vertrauen auf sein Potential. Das Suzuki-Management hat uns zu der “Junge Fahrer-Philosophie” ermutigt und mit Joan haben wir, denke ich, den perfekten Protagonisten dafür gefunden. Mit Joan und Alex haben wir zwei sehr talentierte Fahrer und unser Ziel ist es, für die Zukunft ein starkes Team zu kreieren.”

 

Text: Dominik Lack

Fotos: MarcVDS (Titel), Dominik Lack

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