Loris Baz über Frauen, andere Länder und Stürze


In einem Exklusivinterview hat die Racetrack-News-Redaktion MotoGP-Pilot Loris Baz ein Paar ungewöhnlichere Fragen gestellt:




In welchem Land gibt es das beste Essen?
Naja, das Essen in Frankreich ist natürlich sehr gut! Ich esse aber auch sehr gern italienisch, aber da gibt es ja hauptsächlich so Sachen wie Pasta- oder Pizza-Gerichte. In Frankreich ist man hingegen einfach alles. Aber ich finde, man kann zum Beispiel auch in Japan sehr gut essen.


Wie sehr habt Ihr Gelegenheit, die Kulturen der Länder kennen zu lernen, in denen Ihr unterwegs seid?
Ich versuche immer so viel wie möglich davon mitzunehmen. Gerade bei den Überseerennen ist das schwierig, weil wir zum Teil drei Rennen in drei Wochen haben. Manchmal kommt man einfach am Flughafen an, fährt zur Rennstrecke und danach geht es schon weiter. Wenn ich kann, versuche ich aber, ein bisschen in der Stadt zu sein, das ist in Katar zum Beispiel sehr schön. Aber ich habe letztes Jahr auch in Austin beziehungsweise Houston viel gesehen. Das kann man natürlich auch wegen des körperlichen Trainings zwischen den GPs nicht immer machen. Ich finde aber, wir haben einen der besten Jobs der Welt, also sollten wir das sowohl auf, als auch neben der Rennstrecke genießen.


Wie genau trainierst Du zwischen den Rennen?

Ich trainiere jeden Tag. Oft fahre ich Supermotard, Dirttrack oder auch Motocross. Während der Saison ist dafür aber nicht so viel Zeit. Man kommt häufig Montag Abend zuhause an und den nächsten Montag oder Dienstag geht es dann zum nächsten Rennen.


Du hast ja letztes Jahr erst deinen -Motorrad-Führerschein gemacht…hattest Du denn da viel Zeit zum lernen?
In der Schweiz ist das mit dem Führerschein nicht so schwierig, das ließ sich gut managen. Ich hatte ja schon den Autoführerschein, also musste ich nicht nochmal Bücher wälzen. Man muss nur 10 Fahrstunden machen und dann gibt es die Prüfung. Aber da musste ich mich echt zusammenreißen, nicht das Knie am Boden zu haben (lacht).


Wein oder Bier?
Wein.


Brünette oder Blond?
Ich war immer für Brünette, aber wenn ich das sage, bringt mich meine Freundin um!


Lieber feiern gehen oder einen gemütlichen Abend zuhause?
Ich bin zwar gern auch mal zuhause, gehe aber genauso gerne auf Parties mit meinen Freundin. Kommt drauf an, ob es vor oder nach einem Rennen ist


Mit Bart oder ohne Bart?
Ohne. Und auch da würde mich meine Freundin erwürgen, wenn ich was anderes sagen würde. Sie sagt mir dauernd, ich solle mich rasieren (lacht).


Wer waren Deine Helden als Du klein warst?
Ich war immer ein großer Fan von Loris Capirossi, genau wie meine Eltern. Darum hab ich ja meinen Vornamen. Eines meiner ersten Bikes war eine Aprilia 250 und ich wollte sie natürlich in der gleichen Farbe wie die von Loris.


Wir haben viele Hobbyrennfahrer unter den Lesern. Möchtest Du ihnen etwas auf den Weg geben?
Wenn man stürzt, gehört das auch mal dazu. Man lernt viel dadurch und sollte sich nicht abschrecken lassen. Ich selbst war ja auch ein Fahrer, der am Anfang sehr viel gestürzt ist. Ich war immer etwas über dem Limit. Man muss sich annähernd und ohne Angst weitermachen.



Text, Interview und Foto: Dominik Lack

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