MotoGP in Sepang: Marquez glüht zur Pole

Marc Marquez hat im Qualifying zum Malaysia-Grand Prix wieder einmal die Konkurrenz deklassiert. Der Weltmeister brannte in den letzten Minuten der Session mit 1:59,791 die schnellste je gefahrene Runde in den Asphalt und sicherte sich somit die dreizehnte Pole in dieser Saison.

Einzig Repsol-Honda-Teamkollege Dani Pedrosa konnte dem Überflieger etwas dagegensetzen. Pedrosa fuhr in seiner letzten Runde eine Zehntelsekunde langsamer und steht dadurch auf dem zweiten Startplatz.

Jorge Lorenzo zeigte zwar eine schnelle Rennpace, konnte aber die Doppelpole der Werkshondas nicht verhindern. Der Mallorquiner war der erste Fahrer, der über der Zwei-Minuten-Marke blieb. Stefan Bradl fuhr in seiner vorletzten Runde eine 2:00,472, die ihm den vierten Startplatz einbrachte.

Bradl:
„Wir können zufrieden sein mit diesem guten Qualifying. Wir hatten die Gelegenheit, Marquez auf dem letzten Run zu verfolgen und mit dieser anderen Strategie ein starkes Resultat einfahren. Ich bin sehr froh, Vierter im Grid zu sein, vor allem nachdem wir in den letzten Qualifying-Sessions nicht in der Lage waren, uns besser als in der dritten Reihe zu qualifizieren. Wenn wir morgen einen guten Start haben, haben wir das Potential, den Vorderleuten zu folgen. Wir warten und schauen aber, was das Wetter machen wird. Heute war es extrem heiß, knapp 60° auf dem Asphalt und die Reifen haben beinahe gekocht. Es war physisch anspruchsvoll für jeden. Sicher wird es ein knappes, hartes Rennen, aber wir sind in einer guten Form hier in Sepang.“

Der fünfte Startplatz ging an Andrea Dovizioso, der in der allerletzten Runde noch Landsmann Valentino Rossi die Position streitig machte. Rossi erreichte nach seinem Crash im vierten Freien Training knapp die zweite Startreihe. Der „Doktor“ hatte bisher am Wochenende Probleme mit der Balance der Yamaha M1 und macht sich bei seiner Rennpace zum jetzigen Zeitpunkt Sorgen. Aleix Espargaro konnte seine gute Performance aus den Freien Trainings nicht umsetzen und start morgen von Startplatz 7.

Sein Bruder Pol hatte ebenfalls zu kämpfen. Der 23-Jährige wurde im dritten Freien Training von Andrea Dovizioso und Scott Redding auf ein Problem am Hinterrad hingewiesen, das dieser jedoch nicht verstand. Dabei handelte es sich jedoch um ein Ölleck und so ging Espargaro eingangs der ersten Kurve mit einem üblen Highsider zu Boden. Anschließend konnte er das FP4 sowie das Qualifying nicht in Angriff nehmen.

Pol Espargaro:
„Glücklicherweise hätten die Konsequenzen größer sein können, doch ich habe immerhin einen gebrochenen Fuß und der Mittelfinger meiner rechten Hand schmerzt auch sehr. Mein Crew Chief hat mir erklärt, was passiert ist und ich kann es immer noch nicht glauben. Es war alles in allem ein sehr merkwürdiger Tag.“




Text: Dominik Lack

Fotos: Movistar Yamaha, Tech3, Repsol Honda



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