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MotoGP in Phillip Island: Rossi siegt in 250.MotoGP-Rennen

Valentino Rossi schaffte in Phillip Island das Unmögliche und gewann in einem von Zwischenfällen durchzogenen Rennen vor Jorge Lorenzo. Der Publikumsliebling verschaffte sich einen acht Punkte Vorsprung im Kampf um Platz zwei in der Meisterschaft, während beide Repsol-Hondas ausfielen.

Danach sah es jedoch nicht das ganze Rennen über aus. Den besten Start erwischte Jorge Lorenzo, der jedoch sofort von Marc Marquez attackiert wurde. Der Weltmeister machte von Beginn an Druck und schaffte es schnell, eine Lücke von rund 8 Zehntelsekunden aufzufahren. Hinter dem Zweitplatzierten Lorenzo bildete sich ein Yamaha-Zug aus den beiden Tech3-Fahrern und Valentino Rossi. Der Doktor sah an der Spitze seine Felle davon schwimmen und überholte bald. Es dauerte etwas, bis die Reifen die nötige Temperatur hatten, aber schnell kamen die Top 3 auf Rundenzeiten.

Rossi machte sich daran, mit persönlichen Bestzeiten den Abstand zu seinem Teamkollegen zu verringern, während hinter ihm der Kampf um Platz vier entbrannte. Cal Crutchlow wehrte sich arg gegen Andrea Dovizioso, Aleix Espargaro, Pol Espargaro und Bradley Smith. Für Dani Pedrosa war das Rennen früh vorbei, nachdem er einer Kollision mit Andrea Iannone geschuldet ein technisches Problem davontrug. Iannone war in der Honda-Corner gestürzt und hatte dabei das Hinterrad des Honda-Werkspiloten berührt.

16 Runden vor Schluss war Rossi an Lorenzo vorbei, nachdem er das Hinterrad des Spaniers mit einer schnellsten Rennrunde erreicht hatte. Dieser hatte am Ende der Zielgeraden zunächst gekontert, konnte nach einer erneuten Attacke jedoch vorerst nicht nachsetzen.  Nach einem Hin-und Her in den kommenden Runden gab Lorenzo zunächst den Kampf auf.

Gegen Rennmitte ereignete sich vorn eine Veränderung, die so nicht zu erwarten war. Marc Marquez verlor beim Anbremsen der Spitzkehre nach Lucky Heights schlagartig das Vorderrad und ging zu Boden. Die Lücke zum Zweiten Rossi betrug zu diesem Zeitpunkt 4 Sekunden. Dieser konnte sein Glück kaum fassen und fuhr einen sicheren Sieg nach Hause. Lorenzos zweiter Platz dagegen war alles andere als sicher. Der Vorderreifen des Spaniers baute rapide ab und fünf Runden vor Schluss war Cal Crutchlow als Dritter satte zwei Sekunden schneller. Es dauerte nicht lange und der Brite war vorbei. Doch auch bei ihm schlug der Fehlerteufel zu. In der letzten Runde stürzte der Ducati-Pilot auf die gleiche Weise wie kurz zuvor Pol Espargaro.

Auch Stefan Bradl hatte ein Rennen zum Vergessen. Der Bayer kam von Startplatz elf und schlug sich in der Verfolgergruppe herum. In Runde 19 wollte Bradl die vor ihm fahrenden überholen, touchierte dabei das Heck von Aleix Espargaro. Der LCR-Fahrer stürzte und schlug hart auf. Bradley Smith konnte dem Zwischenfall nur knapp entrinnen und hielt sich fortan aus dem Gröbsten heraus. Smith fuhr somit zu seinem ersten MotoGP-Podium. Espargaro musste das Rennen aufgeben. Vierter wurde Andrea Dovizioso vor dem starken Markenkollegen Hector Barbera und Alvaro Bautista.
Scott Redding, der lange eine Sechsergruppe um Platz zehn angeführt hatte, wurde Siebter vor Hiroshi Aoyama und Alex De Angelis.








Text: Dominik Lack

Fotos: Movistar Yamaha, Repsol Honda, Dorna













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