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MotoGP in Motegi: Marquez wird Weltmeister, Lorenzo siegt

Jorge Lorenzo bewies in Motegi, dass die Yamaha zur Zeit der Honda um eine Nasenlänge voraus ist. Der Spanier dominierte das Rennen und ließ sich bei der Siegesfeier auch nicht dadurch stören, dass ein Anderer das Interesse auf sich zog: Marc Marquez ist Weltmeister

Der Weg zum Titel war freilich nicht ganz einfach. Von Platz vier aus ging es für Marquez nach dem Start zunächst einen Platz nach hinten. Vorn führte Valentino Rossi vor Andrea Dovizioso, der jedoch schnell von Jorge Lorenzo abgelöst wurde. Für Cal Crutchlow war das Rennen bereits in der zweiten Runde vorbei. Der Brite verlor das Vorderrad seiner Ducati beim Anbremsen von Turn 2. An der Spitze wurde Jorge Lorenzo immer stärker und näherte sich immer mehr an Rossi an.

Marquez hingegen ging bald an Andrea Iannone vorbei, der einen sehr guten Start gehabt hatte. Auf dem 21-Jährigen ruhten das ganze Rennen über die blicke der Weltmedien. Nachdem er sich auch Andrea Dovizioso vorgenommen hatte, machte Marquez jagt auf die Yamahas. Diese tauschten in Runde fünf die Positionen und es wurde klar, dass Jorge Lorenzo am heutigen Tag nicht zu schlagen war.

Zehn Runden vor Schluss war Marc Marquez es leid, dem Titel hinterher zu fahren, konnte er doch durch Platz zwei vor Rossi bereits vorzeitig Weltmeister werden. Die erste Attacke setzte er an der Stelle, an der Rossi selbst 2010 Jorge Lorenzo niedergerungen hatte. Nachdem Versuch 1 jedoch den Konter des „Doktors“ in der Folgekurve mit sich brachte, probierte es Marquez anschließend wieder und ging vorbei. Anschließend machte er sich zuerst daran, die Pace zu erhöhen, um einerseits den Rückstand zu Lorenzo zu verringern, und andererseits den Vorsprung auf Rossi zu vergrößern.

Jorge Lorenzo bekam den herannahenden Honda-Piloten von der Box signalisiert und reagierte seinerseits mit einer Anhebung des Tempos. Daraufhin musste Marquez einsehen, dass der Sieg nicht in Reichweite lag. Rossi hinter ihm jedoch versuchte noch mit allen Mitteln, Platz zwei wieder zu erreichen, konnte den Rückstand von 0,7 Sekunden aber nicht mehr einholen. Dani Pedrosa wurde hinter ihm Vierter. Die beiden liegen somit in der Meisterschaft punktgleich an der zweiten Stelle.

Andrea Dovizioso und Andrea Iannone runden die Top 6 ab. Stefan Bradl wurde nach einem Kampf mit Pol Espargaro Siebter. Achter wurde Espargaros Teamkollege Bradley Smith. Aleix Espargaro fand nicht so recht ins Rennen und landete auf Rang 11. Vor allem im hinteren Feld war das Rennen von einigen Ausfällen durchzogen. So stürzten Karel Abraham, Yonny Hernandez und Danilo Petrucci. Auch Hector Barbera ging zu Boden, fuhr jedoch weiter und kam als 15 hinter Nicky Hayden ins Ziel.


Text: Dominik Lack

Fotos: motogp.com



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