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Geduld, Humor und Vollbart – Crutchlow überrascht die Messegäste in Leipzig

MotoGP-Pilot Cal Crutchlow präsentierte sich am Sonntag seinen deutschen Motorradrennsportfans mit Vollbart und lässigem Look auf der Motorrad Messe in Leipzig. Der Brite war bereits einen Abend zuvor in der sächsischen Messestadt angereist und folgte damit der Einladung der Sachsenring-Rennstrecken Management GmbH.


Der Rennsportprofi nahm sich an diesem Sonntagnachmittag besonders viel Zeit für seine großen und kleinen Fans. Crutchlow ließ keine Foto- oder Autogrammwünsche unerfüllt, verwickelte die wartenden Fans immer wieder in Smalltalks und stellte sich im Vorfeld den neugierigen Fragen von Kommentator Thomas Deitenbach. Seine Saisonauszeit verbrachte der 30-Jährige mit intensivem Fahrradtraining auf der Isle of Man und gesteht gleich zu Beginn des Gespräches, dass er seit Valencia auf keinem Bike mehr gesessen habe. Dies sei nach den drei Testtagen in Malaysia auch nicht ganz ohne Folgen geblieben und wies auf seine zahlreichen Blasen an den Händen hin. „Viele Menschen denken ja das es einfach ist ein Motorrad zu fahren, aber das ist es nicht. Es ist ein Unterschied ob man auf der Straße fährt oder in einem Wettkampf auf der Strecke mit Jorge, Marc und Valentino kämpft. Das ist schon eine körperliche Belastung, insbesondere wenn Du, wie ich nach Valencia, nicht mehr Motorrad gefahren bist. Dir tut alles weh nach den Tagen“, berichtet der Brite. Anderseits sei es auch nicht so schlecht gewesen solange nicht gefahren zu sein, denn dann sei man ganz wild darauf endlich wieder auf seinem Bike sitzen zu können.



Auch zu den Tests selbst, wollte der LCR Honda Pilot den deutschen Fans vor Ort noch einen kleinen Rückblick geben. „Es lief eigentlich gut, auch wenn die Situation im Moment schwierig ist. Das Team arbeitet sehr hart um nach oben zu kommen. Die ersten Tage sind wir mit dem alten Motor gefahren und dann haben wir doch noch einen neuen Motor bekommen und konnten mit diesem arbeiten. Daraus habe ich sehr viel gelernt,“ erklärt er. Aber nicht nur der neue Motor, auch die Veränderungen hinsichtlich der Reifen und der Einheitselektronik stellen eine Herausforderung dar.

„Die Reifen von Michelin fühlen sich ganz, ganz anders an als die vorherigen Mischungen von Bridgestone. Der Michelin-Reifen ist eher zu vergleichen mit den Pirelli-Reifen, die ich noch aus meiner Zeit aus der Supersport und der Superbike WM kenne,“ fasst Crutchlow zusammen. Auch die Elektronik sei in diesem Jahr komplett unterschiedlich und gemeinsam mit den neuen Reifen vermittle das Bike ein ganz anderes Gefühl. Dies alles auszutesten und mit den Ingenieuren abzusprechen sei nicht so einfach, den jedes noch so kleine Detail sei sehr wichtig für die Konfiguration des Bikes. Der britische Motorradrennfahrer hat hierfür natürlich auch einen passenden Vergleich parat. „Mit der neuen Elektronik ist es anders. Vorher konnte man alles damit machen. Es war technisch wie mit einer Rakete und nun ist es eher wie mit einem Flugzeug. Es ist schwierig aber es ist für jedes Team die gleiche Situation.“

Im Anschluss an seinen Besuch auf der Motorrad Messe Leipzig geht es für Crutchlow wieder zurück zur Isle of Man und von dort in Kürze weiter zu den nächsten MotoGP-Tests nach Australien.

 
 
Text und Fotos: Doreen Müller

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