Australien-Test: Ducati gibt bei Regen das Tempo an

 
Nach einer zweiwöchigen Pause reisten die MotoGP-Teams zum nächsten offiziellen Test nach Phillip Island an. Der australische Circuit ist bekannt für wechselhafte Wetterbedingungen und so wurden die Fahrer von bedecktem Himmel und nassem Asphalt begrüßt. Danilo Petrucci mit seiner Ducati konnte am besten die abtrocknende Strecke für sich nutzen und gab mit 1:31,764 die schnellste Rundenzeit vor. 


Nur wenige Fahrer, wie Repsol Honda Pilot Dani Pedrosa auf Regenreifen und die Honda Piloten Tito Rabat und Cal Crutchlow wagten sich als erste auf den 4,445 km langen Circuit. Beide Respol Hondas hatten den neusten 2016 „evo“ Motor erhalten, während die Bikes von Crutchlow und Rabat mit einem ähnlichen Motor ausgestattet wurden, den das Werksteam Ende 2015 in Valencia testete. Der Regen in Phillip Island führte dazu das die Teams keinen größeren Veränderungen testen konnten und sich der Großteil darauf konzentrierte sich weiter mit der  Einheitssoftware zu beschäftigen und zu verstehen wie die Michelinreifen bei nassen Streckenbedingungen arbeiten.
 
Valentino Rossi, der einen Tag zuvor seinen 37. Geburtstag in Australien feierte, wagte sich mit seiner 2016er Yamaha, deren Tank sich im Heck befindet, auf die Strecke. Zwischenzeitlich hatte sein Teamkollege Jorge Lorenzo bereits 22 Runden im Nassen absolviert. Kurz vor Abschluss der Morgensession begann auch Marc Marquez auf den neuen Intermedia-Reifen seinen Testlauf und führte die Mehrheit des Tests mit einer Zeit von 1:35.354 sec an. Zu der Zeit hatten sich nur 11 Piloten dafür entschieden bei nassen Bedingungen zu testen. Als in den letzten zwei Stunden jedoch die Strecke abtrocknete, drängte sich das Fahrerfeld der Königsklasse auf dem Phillip Island Circuit.
 
Maverick Viñales und Bradley Smith konnten von den verbleibenden zwanzig Minuten am meisten profitieren und erreichten die zweit- und drittschnellsten Rundenzeiten. Petruccis Zeit blieb jedoch ungebrochen und liegt mit mehr als zwei Sekunden hinter der schnellsten Rundenzeit von Marc Marquez, die er 2015 auf dieser Strecke erreichte. Petruccis Teamkollege Scott Redding wurde mit 1.100 sec Abstand Vierter im Ranking, absolvierte mit 41 Runden jedoch mehr Runden als jeder andere Fahrer. Crutchlow als auch Rossi, die ihre meisten Runden unter nassen Bedingungen fuhren, verpassten den ersten trockenen Durchlauf und fuhren erst wenige Minuten vor Testschluss erneut auf die Strecke. Crutchlow erreichte die fünftschnellste Zeit, Rossi wurde mit 1:33.088 sec Sechster, gefolgt von Pol Espargaro auf Monster Yamaha.
 
Australier Jack Miller, der das erste Mal nach seiner Beinverletzung wieder auf seiner Honda saß, fuhr lediglich sechs Runden und setzte eine Rundenzeit von 1:33.99 sec, die für den neunten Platz reichte. Elfter wurde Rookie Tito Rabat mit seiner schnellsten Zeit in Runde 28. Der Marc VDS Pilot war an diesem Morgen somit schneller als Landsmann Marc Marquez, der ihm an zwölfter Position folgte.

Auch Takuya Tsuda konnte für das Suzuki-Team an diesem Tag einige Runden im trockenen absolvieren und beendete den Test als 15. Tsuda unterstützte das Suzuki-Team in Phillip Island bereits vor dem offiziellen Testbeginn und testete das vollständige Seamless-Getriebe für Suzuki, welches Espargaro und Viñales in Quatar erhalten sollen um das volle Potenzial ihrer neuen Motoren nutzen zu können.

Der amtierende MotoGP World Champion Jorge Lorenzo beendete den Testtag als 16ter hinter Dani Pedrosa und konnte als einer der wenigen Piloten nicht die abtrocknende Strecke für Verbesserungen nutzen. 
 
 
Die Rundenzeit der ersten Trainingssession findet Ihr HIER.
 
 
Foto: motogp.com
 

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