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MotoGP Assen: Exklusivinterview mit Suzuki-Fahrer Aleix Espargaró

Nach seiner überraschenden Pole Position beim Catalunya-GP kommt Aleix Espargaró nach Assen an die Stätte, wo er im letzten Jahr seine erste MotoGP-Pole einfahren konnte. Nach dem ersten Trainingstag liegt der Suzuki-Fahrer auf dem achten Rang. Dabei fehlen ihm auf die Spitze nur vier Zehntelsekunden. Racetrack-News hat sich mit dem Spanier zum Interview getroffen.



In Barcelona hattest Du das beste Wochenende der bisherigen Saison. Wie zufrieden bist Du soweit?

Ich bin sehr zufrieden. Nicht nur weil wir die erste Pole Position dieses Jahr geholt haben, sondern auch, weil wir einen wichtigen Schritt gemacht haben, um zu den Top-Leuten aufzuschließen. Das macht mich natürlich sehr glücklich.

Wie viel macht an einem Wochenende wie in Barcelona der Faktor „Heimrennen“ aus?

Klar hilft das auch ein wenig. Ich mag das Layout der Strecke und man möchte bei seinem Heimrennen natürlich eine gute Show abliefern. Die Wahrheit ist, dass wir nicht weit weg waren von den Spitzenpiloten. Das lag an der Motorenverbesserung. Ich denke also, dass wir sowohl in Assen, als auch am Sachsenring unsere Form bestätigen können.

Letztes Jahr konntest Du in Assen die Pole einfahren. Meinst Du, dass das wieder möglich sein kann?

Ich werde es versuchen! Letztes Jahr war ja eine sehr merkwürdige Session. Es war teilweise nass. Marc hat hier letztes Jahr den Rundenrekord gefahren und ich war nur zwei Zehntel langsamer als er und habe somit die Zweitbeste Runde. Ich bin gut vorbereitet. Das wichtige ist aber, am Renntag vorn bei der Musik zu sein.

Ihr setzt den neuen Motor ein, bei dem die aggressive Kraftentfaltung noch ein großes Problem ist. Werdet Ihr hauptsächlich daran arbeiten?

Nein nicht wirklich. Wir haben den neuen Motor zum ersten Mal in Barcelona probiert und sind dann damit in Aragon unterwegs gewesen. Dort hat er sich gut angefühlt. Wir hatten ein bisschen mehr Power erwartet, aber er ist definitiv ein Schritt nach vorn. Jetzt wollen wir das Paket auch in anderen Layouts testen und schauen, ob wir uns wirklich verbessert haben.

Kannst Du uns das Fahrgefühl der GSX-RR ein bisschen beschreiben?

Sie ist ziemlich anders, als das Bike, das ich letztes Jahr gefahren bin. Letztes Jahr lag die Maschine vielleicht ein bisschen stabiler, aber so hart auf der Bremse wie mit der Suzuki konnte ich nie sein. Mit der GSX-RR kann man in die Kurven reinbremsen und sehr aggressiv fahren. Das Bike ist sehr agil und schnell bei Richtungswechseln. Ich denke, dass der Rahmen allein jetzt schon konkurrenzfähiger ist, als der der M1 letztes Jahr.



Die Suzuki-Ingenieure scheinen sehr hart zwischen den Rennen zu arbeiten. Wie sehr merkt man ihre Bemühungen am Rennwochenende selbst?

Das spürt man sehr deutlich. Selbst wenn ich sie nur auf eine Kleinigkeit anspreche, habe ich die Verbesserung schon am nächsten Wochenende. Das ist für einen Fahrer natürlich sehr wichtig, weil man fühlt, dass man unterstützt wird. Jedes Rennen kommt ein neuer Ingenieur und erklärt uns, woran er gerade arbeitet. Wir erhalten Motorenupdates, neue Schwingen und auch das Seamless-Getriebe ist unterwegs.

Fühlt es sich für Dich anders an, der Fahrer mit mehr Erfahrung im Team zu sein?

Jeder Fahrer hat ja eine andere Arbeitsweise. Maverick braucht selbstverständlich am Anfang etwas mehr Zeit, um alles zu verstehen, bevor er etwas Neues probieren kann. Wenn wir aber neue Teile kriegen, kriegen wir sie beide. Er fokussiert sich eher auf das Fahren und mit dem MotoGP-Bike zurechtzukommen. Aber er ist jetzt bereits sehr schnell, vor allem Samstags im Qualifying.




Text, Interview und Foto: Dominik Lack

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