MotogGP Qatar: Mein Fazit

Na das war doch mal ein ordentlich spannender Renntag! Nach zwei unterhaltsamen Rennen in der Moto 3 und Moto 2 war wohl die Erwartungshaltung aller MotoGP-Fans ziemlich hoch. Was würde Ducati schaffen? Wird der Weltmeister am Ende wieder triumphieren? Haben die Yamahas zum Rennen hin noch etwas gefunden?

Das waren die Hauptfragen, die uns – das Racetrack-News-Team eingeschlossen – beschäftigten.

Pedrosa:
Das Hauptthema nach dem Rennen war Dani Pedrosa. Der Spanier verriet, dass er im letzten Jahr bereits derartige Armpump-Probleme gehabt hat, dass gute Ergebnisse einfach nicht möglich gewesen seien. Im Pressebriefing war er den Tränen nahe und gestand, dass er kein Rennen in diesem Zustand mehr fahren möchte. Bis Austin läuft dem Repsol-Piloten jedoch die Zeit weg. Eine richtige Lösung für sein Problem gibt es nicht, zumal die Ärzte von der OP abraten. Somit stecken sowohl er, als auch sein Team in einer Zwickmühle, denn Honda hat derzeit keinen Fahrer der – Casey Stoner lehnt ab – ihn in Austin ersetzen könnte.


Marquez:
Der Fehler von Marc Marquez direkt nach dem Start hat uns dann alle überrascht. Ob er das Rennen noch gewinnen kann, war aber dennoch eine Frage, die sich so direkt nicht beantworten ließ. Auch nach der ersten Runde des Le Mans-GPs 2014 sah es nicht danach aus und Herr Marquez hat uns eines Besseren belehrt. Dass ihn seine Aufholjagd am Ende auf Platz 5 bringen sollte, zeigt jedoch:
Marc Marquez ist nicht der viel zitierte “Außerirdische” wie noch im letzten Jahr.

Sicher bedarf es bei solch einer Aufholjagd einer wahnsinnig guten Pace. Überlegen sehe ich den Weltmeister nach dem ersten Rennen aber noch nicht. Jetzt geht es nach Austin. Dort wird er traditionsgemäß stark sein.

Ducati:
Ducati war die positivste aller Überraschungen. Es tut gut, die Truppe aus Bologna wieder strahlen zu sehen. Viel zu lang war der Leidensweg für die Mannschaft um Andrea Dovizioso. Dass auch Teamkollege Iannone vorn mithalten konnte, ist gut für den Sport! Die beiden werden uns noch einige spannende Rennen bescheren. Texas kam der GP 14.3 im letzten Jahr entgegen. Sicherlich können die Piloten auch mit der GP15 dort einiges leisten.

Yamaha:
Die Yamahas haben schon im WarmUp gezeigt, dass man mit ihnen für das Rennen rechnen sollte. Dass Valentino Rossi von Startplatz 8 gewinnt, war dennoch ebenso wenig abzusehen, wie Jorge Lorenzos Kampf in der Spitzengruppe. Für Austin müssen die beiden jedoch im Training mehr zeigen, sonst wird die Lücke zu den anderen Werksfahrern im Rennen zu groß.

Suzuki:
Die Jungs von Suzuki haben an diesem Wochenende ein grandioses Debüt gezeigt. Zwar zeigten die Probleme mit der Traktionskontrolle im Training, dass das Bike noch in der Entwicklung steckt, eine Pace für die Top 10 zu haben, muss man jedoch erstmal schaffen. Aleix Espargaro und Maverick Vinales sind auf einem guten Weg und werden sicher noch stärker im Verlauf der jungen Saison.

Aprilia:
Der Saisonauftakt für Aprilia war ein Desaster. Nicht nur die Performance der Piloten im Training, wo sie permanent auf den letzten Plätzen zu finden waren, sondern auch das Rennen zeigten, dass das Bike einfach noch nicht reif ist. Der Grip ist nicht da, die Linien können nicht gehalten werden…all diese Probleme machen die wettbewerbsfähig unmöglich. Ich sehe noch nicht, wie sich Aprilia im Laufe dieser Saison verbessern soll.

Bradl:
Nach dem verkorksten Test ist ein Kampf um P14 ein gutes Zeichen. Dass es am Ende nicht für die Punkte gereicht hat, ist etwas unglücklich, aber ich denke, dass Stefan sich in den kommenden Rennen steigern wird. Austin ist eine gute Strecke für ihn. Irgendwann sind mit der Open-Yamaha bestimmt auch Top10-Plätze drin.


Foto: Ducati Press, Repsol Honda, Yamaha Racing, Aprilia Racing, Forward Racing


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