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Moto3 meets Nachwuchs: In Valencia alles unter Dach und Fach gebracht

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Während andere Jungs in seinem Alter über den Bolzplatz toben ist Lucas Eisenfeld lieber auf Zweirädern unterwegs und pflegt damit ein eher etwas ungewöhnliches Hobby, für einen 10-Jährigen. In seiner Serie, den Pocketbikes ist der Chemnitzer sogar sehr erfolgreich unterwegs und holte sich 2016 den Vizemeistertitel.

Mit Philipp Öttl erhielt der künftige Minibiker nun einen besonderen Paten an seiner Seite, der den kleinen Nachwuchspiloten in der kommenden Zeit begleitet. Bereits im Vorfeld waren sich Lucas und der sympathische Moto3-Pilot bekannt. Über das Nachwuchsförderprojekt „Profi trifft Youngster“ wurde der Kontakt in den letzten Monaten weiter intensiviert und mit einer offiziellen Patenschaft gekrönt. Auch beim diesjährigen Motorrad Grand Prix am Sachsenring trafen sich Öttl und der kleine Eisenfeld, um Erfahrungen über die gemeinsame Leidenschaft auszutauschen.

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Beim Saisonfinale in Valencia Mitte November erfolgte nun die Unterzeichnung der Urkunden, die, die Patenschaft somit auch schriftlich besiegelte. „Man muss die jungen Fahrer unterstützen und ihnen helfen nicht die gleichen Fehler zu machen wie man vielleicht selbst gemacht hat,“ begründete Öttl seine Entscheidung Lucas unter seine Fittiche zu nehmen. „Es ist ganz gut, wenn man sich ab und an trifft, gemeinsam sich etwas anschaut und Antworten geben kann,“ so der 20–jährige Rennsportler weiter. Öttl selbst habe immer Rat und Hinweise von seinem eigenem Papa Peter erhalten, der selbst auf mehr als 100 Grandprix-Starts in der Motorradweltmeisterschaft zurückblicken kann.

Umso mehr freut sich Öttl nun auf seine neue Aufgabe neben der Profikarriere. „Es macht Spaß, wenn man Erfahrungen weitergeben kann. Andererseits kannst Du mit einem Nachwuchsfahrer auch nicht so reden wie mit einem Erwachsenen und musst es auch gut in Worte verpacken. Das so rüberzubringen, dass der junge Fahrer es versteht und umsetzen kann, ist die Herausforderung daran, aber auch eine wichtige Aufgabe! Für die Jüngeren ist es einfach etwas zu lernen und sich abzuschauen, wenn man ihnen Hinweise gibt, somit sollte man besonders auch die Jüngeren fördern.“

Dass es in Deutschland nicht automatisch jeder Nachwuchspilot in die Weltmeisterschaft schafft, davon kann Philipp Öttl erfahrungsgemäß berichten. „Du darfst in der Karriere fast nichts falsch machen, da hatte ich hingegen Glück. Bei mir hat alles halbwegs gut zusammengepasst und ich bin immer in einer Meisterschaft gefahren, wo gute und viele Fahrer dabei waren. Das hat sich mit Einführung der Moto3 deutlich geändert. Es ist schwierig in Deutschland seinen Weg zu meistern, aber es ist nicht unmöglich,“ betonte der KTM-Pilot.

„Jeder braucht etwas anderes. Es ist gut, wenn man viele Rennen hat, viel Praxiserfahrungen sammelt. Als Deutscher hat man es vielleicht schwerer als die Italiener, aber das kann man nicht als Ausrede nehmen, es gibt auch anderswo Möglichkeiten, die man nutzen kann,“ Möglichkeiten worüber Philipp und Lucas sich in der kommenden Paten-Zeit sicher noch öfters austauschen werden, um vielleicht dem nächsten deutschen Piloten auf lange Sicht den Weg in eine Meisterschaft zu ebnen.

Text: Doreen Müller

Fotos: Mike Lischka

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