Moto3 Assen: Krimi mit Happy End für Canet!

Was für ein Auftakt in den Rennsonntag in Assen. Nach einem turbulenten Rennen gewann der Spanier Aron Canet mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,035sec vor dem Italiener Romano Fenati und dem Briten John McPhee.

 

 

 

 

Nach dem Regen am Vormittag wurde das Moto3 Rennen im trockenen gestartet und sogar blauer Himmel war wieder zu sehen. Allerdings gab es noch vereinzelt nasse Flecken auf der Fahrbahn, sodass noch etwas Vorsicht geboten war. Den besten Start erwischte der Gresini Honda Pilot Jorge Martin, gefolgt vom Lokalmatadoren Bo Bendsneyder auf seiner KTM.

In der Anfangsphase setzten sich ziemlich schnell 6 Piloten vom Verfolgerfeld ab. Die Gruppe bestand aus den Fahrer Martin, Bendsneyder, Mir, Fenati, Norrodin und Suzuki. Gleich zu Beginn lieferten sich Romano Fenati und Bo Bendsneyder einen sehenswerten Kampf mit vielen spektakulären Überholmanövern bei denen u.a. Fenati an in der langen Rechtskurve „Strubben“ am Niederländer vorbeifuhr. Für die Fahrer Fabio di Giannantonio und Enea Bastianini war das Rennen hingegen schon nach 3 Runden vorbei, als beide in der „Geert Timmer Bocht“ zu Sturz kamen und Bastianini später im Rennen aufgeben musste.

Nach der 6. Runde kehrte ganz vorne etwas Ruhe ein und Romano Fenati setzte sich mit einer knappen halben Sekunde vom Rest des Feldes ab. Der Deutsche Philipp Oettl kämpfte sich von Startplatz 26 aus gut nach vorne und lag zu dem Zeitpunkt auf Rang 18.

In Runde 12 holte das Verfolgerfeld die Top 6 Piloten ein und es entstand ein 11er Pulk im Kampf um den Sieg, welche innerhalb von nur 1,2sec lagen. Der Lokalmatador Bo Bendsneyder kämpfte unter den Anfeuerungsrufen der Fans munter mit, machte aber in Runde 16 einen kleinen Fehler, musste weit gehen und fiel ans Ende der Gruppe zurück.

Ebenfalls ans Ende der Gruppe fiel 4 Runden vor dem Ende der Spanier Jorge Martin zurück, da auch er sich in einem Manöver verschätzte und in „Ramshoek“ weit ging um einen Sturz zu vermeiden. Währenddessen sich das gesamte Feld munter behakte und die Überholmanöver ins unzählbare verfielen, arbeitete sich still und heimlich der Brite John McPhee auf Platz 2 vor. Philipp Oettl fuhr am Ende des Rennens mit Andrea Migno die schnellsten Rundenzeiten im 1:43er Bereich und holte langsam auf den vor ihm fahrenden Nicolo Bulega auf.

Joan Mir war derjenige der als Führender in die letzte Runde hineinfuhr und die sollte es in sich haben. In der schnellen Linkskurve „Ramshoek“ sahen die Zuschauer wie schon das ganze Rennen über, teilweise 4-5 Leute nebeneinander in die Kurve fahren. Allerdings war für Adam Norrodin diesmal kein Platz mehr. Der Malaye fuhr ganz außen die Kurve an und verlor irgendwann den Grip und rutschte weg. Danach konzentrierte sich alles auf die „Geert Timmer Bocht“ und jeder wollte so gut und so weit vorne wie möglich durch sie hindurch kommen. Beim rausbeschleunigen stieß schließlich ausgerechnet der Niederländer Bo Bendsneyder mit einem anderen Piloten zusammen, stürzte auf der Zielgeraden und wurde noch nicht mal mehr gewertet, da er das Motorrad beim überqueren des Zielstrichs nicht mehr in der Hand hatte. Als Sieger dieses dramatischen Rennens ging Aron Canet hervor, der somit einen Platz in der WM Wertung gut machte und an Roman Fenati vorbeizog. Der Italiener belegte Platz 2 und hielt John McPhee auf Platz 3 liegend um 0,082sec hinter sich.

Philipp Öttl spielten die Ausfälle am Ende in die Karten und der Schedl GP Racing Pilot landete noch auf Platz 11.

HIER das komplette Ergebnis.

HIER der neue WM Stand.

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

 

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