Moto2: Schrötter “es ging zäher als sonst”

Marcel Schrötter startet beim großen Preis von Deutschland aus der dritten Reihe. 

Nachdem sich vorn Mattia Pasini (1:23,787) vor Luca Marini und Pecco Bagnaia die Pole Position holte, waren Plätze im Qualifying der Moto2 erstaunlich früh vergeben. Nichtsdestotrotz zeugte der Zeitenmonitor einmal mehr von der hohen Leistungsdichte: Dominique Aegerter verlor als 23. nur 0.923 Sekunden. Letzter Fahrer innerhalb einer Sekunde war Iker Lecouna auf Platz 25. 

Marcel Schrötter konnte Samstag nicht an die Leistung anknüpfen, mit der am Freitag auf sich aufmerksam gemacht hatte. Zwar lag er im FP3 erneut in den Top 3, im Qualifying belegte er jedoch Rang neun. “Aufgrund der Leistungen in den freien Trainings haben wir uns insgeheim mehr erhofft. Das Feld liegt aber extrem eng beisammen und wie ich gestern schon gesagt habe, wenn in der Runde, die schlussendlich zählt, irgendwo ein halbes bis ein Zehntel liegenbleibt, dann können das gleich vier, fünf Positionen sein. Das heutige Qualifying war zudem nicht optimal getimt, sowie auch das Gefühl nicht gleich wie am Vormittag war. Es traten keine gravierenden Schwierigkeiten auf, doch es ging irgendwie zäher als sonst. Das Ergebnis geht aber in Ordnung und ausserdem ist das Rennen mit 30 Runden extrem lang, sowie sowieso alles neu gemischt wird. Bekanntlich müssen morgen alle den härteren Reifen verwenden. Ich denke, dass keiner seine Quali-Zeit mit dem Rennreifen gefahren ist. Der einzige Nachteil unserer Startposition ist, dass wir die erste Kurve mitten im Pulk erreichen.” so Schrötter. 

Besonders schwierig sei zudem, betonte Schrötter, dass der winklige Sachsenring mit vielen engen Kurven das Überholen nicht einfach mache. Umso wichtiger sei deshalb der Start: “Vielleicht schaffe ich es sogar aus der ersten Runde unter den Top-Fünf zurückzukommen. Dann wären wirklich nicht mehr viele vor mir.” erklärte der 25-Jährige. “Andererseits kann über diese lange Distanz so vieles passieren. Zudem wird die Pace ganz anders sein. Daher werden einige vor uns in der Startaufstellung sicher nicht so schnell sein. Jedenfalls müssen wir das Warm-Up optimal nutzen, um uns mit dem Rennreifen weiter vorzubereiten. Die dritte Startreihe nimmt mir auch bisschen Druck. Mit einem Startplatz in der ersten Reihe würde jeder von vornherein ein Podium oder gar den Sieg erwarten. So kann ich nun die Sache etwas lockerer angehen, obwohl die Top-Drei ganz klar wieder das Ziel sind.”

An den Top 3 kratzte Schrötter bereits bei den letzten drei GPs, die er beendete: In LeMans, Barcelona und im niederländischen Assen kam er auf Rang vier ins Ziel.

Die Moto2-Startaufstellung kann hier eingesehen werden.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Intact GP

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