Moto2 Sachsenring: Schrötter mit solider Performance

Der erste Trainingstag beim Heim-Grandprix verlief für Marcel Schrötter vielversprechend. Der Deutsche lag nach den ersten beiden Sessions unter den Top 3 der Moto2-Zeitenliste.

Zwar ließ es Schrötter im ersten freien Training zunächst ruhiger angehen – als 16. fehlten ihm morgens 0,521 Sekunden auf den Führenden Dominique Aegerter – in der zweiten Session drehte er jedoch auf. Bis das FP2 wegen eines Crashes von Federico Fuligni, der von Stefano Manzi von der Strecke geschubst wurde (Rider OK), unterbrochen wurde, führte Schrötter das Feld an.

Nachdem die Airfences in Turn 2 erneuert worden waren, lieferte er sich ein Duell mit Teamkollege Xavier Vierge, der sich am Ende denn auch durchsetzte. Obwohl auch Alex Marquez (P3) noch am Bayern vorbeischlüpfte, war Schrötter positiv gestimmt: “Mein Gefühl für die Strecke war in jeder Session wirklich gut.” so der 25-Jährige. “Daher kam es ein wenig überraschend, dass ich mich heute Vormittag etwas schwerer tat. Ich muss aber dazu sagen, dass wir die Session mit dem harten Reifen durchgefahren sind. Mit diesem haben wir anfänglich auch am Nachmittag begonnen. Dieser Reifen hatte letztendlich schon sehr viele Runden drauf. Doch wir versuchten uns bei jeder Gelegenheit zu verbessern.”

Wie eng es in der Moto2 am Sachsenring zuging, zeigen die Zeitenabstände: Lorenzo Baldassarri beispielsweise liegt als Sechster hinter WM-Leader Pecco Bagnaia nur 0,093 Sekunden zurück. Der erste Fahrer, der mehr als eine Sekunde verliert, ist der Franzose Jules Danilo auf Position 29.

“Die Abstände waren heute wie immer hier nur minimal. Eine geringfügige Verbesserung kann hinsichtlich der Platzierung einen großen Unterschied ausmachen. Von daher haben wir uns offenbar zum richtigen Zeitpunkt verbessert und ich konnte auf P1 nach vorn preschen. Wir konnten die Bestzeit dann auch lange halten, bis zum Schluss Xavi und Alex mit neuen Reifen rausgingen und damit noch einen Hauch schneller waren.” fügte Schrötter hinzu.

“Ich bin trotzdem mit dem Erreichten happy, weil wir wirklich einen guten Schritt gemacht haben. In dieser Art müssen wir morgen weitermachen. Nach diesem erfreulichen Auftakt wäre die erste Startreihe voll ok. Natürlich werde ich alles versuchen, um auf die Pole-Position zu fahren. Doch in erster Linie müssen wir unsere Arbeit sauber machen und zudem muss in dieser Runde ebenso alles passen. Nur ein einziges Zehntel kann gleich mehrere Positionen ausmachen. Daher gilt es konzentriert zu bleiben und eine komplette Runde zusammenzubringen. Beim Heimrennen wäre es natürlich umso schöner, wenn wir wieder aus der ersten Reihe starten könnten.”

 

Text: Dominik Lack

Foto: Intact GP

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