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Moto2: MV Agusta-Chef Castiglioni “habe noch nie so ein Verhalten gesehen”

Die Skandal-Aktion von Romano Fenati während des Moto2-Rennens von Misano zieht seine Kreise. Nachdem es für den Italiener im Netz harsche Kritik hagelt und er es sogar auf die Titelseiten von deutschen Tageszeitungsportalen schaffte, schalteten sich am Montag auch die Teams ein, die mit Fenati arbeiten.

Das Marinelli Snipers-Team, in dem er momentan unterwegs ist, löste seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung auf. Somit steht Fenati für die ihm verbliebenen vier GP 2018 (für die nächsten zwei Rennen ist er gesperrt) ohne Motorrad da. Für die kommende Saison, die für die Chassis-Hersteller der Umstellung auf die Triumph-Einheitsmotoren wegen eine besondere Herausforderung ist, war er eigentlich bei Forward Racing unter Vertrag. Nachdem er am Sonntag seinem Moto2-Konkurrenten Stefano Manzi (Forward Racing) auf der Geraden in die Bremse gegriffen hatte, verlor er jedoch auch diesen Deal:

“In all den Jahren, in denen ich den Sport verfolge, habe ich noch nie so ein gefährliches Verhalten gesehen. Ein Fahrer, der zu so einem Verhalten fähig ist, kann die Werte unserer Firma und unsere Marke nicht repräsentieren. Deshalb möchten wir nicht, dass er der Fahrer wird, mit dem MV Agusta in die Weltmeisterschaft zurück kommt.”, so Giovanni Castiglioni, der Präsident von MV Agusta, die 2019 den Wiedereinstieg in die GP-Welt wagen. Im Gespräch mit BT Sport MotoGP fügte er sogar hinzu: “Wenn ich die Dorna wäre, würde ich ihn ganz von der WM ausschließen”

Forward Racing-Teambesitzer Giovanni Cuzari schloss sich der Meinung Castiglionis an: “Für das Team ist es unmöglich, die geplante Zusammenarbeit in der Saison 2019 durchzuführen. Fenatis Verhalten ist mit den sportlichen Werten von Forward Racing und MV Agusta nicht vereinbar. Darum sehen wir uns leider gezwungen, das Projekt mit Fenati zu canceln. Unser Sport ist gefährlich genug und alles was das Risiko für die Fahrer noch erhöht kann nicht toleriert werden. Wir können ein solches Verhalten von einem unserer zukünftigen Fahrer nicht akzeptieren.”

 

Text: Dominik Lack

Foto: Forward Racing

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