Jerez-Test: Cortese und Folger gut dabei

Nachdem sich am Sonntag auf dem Circuito de Jerez aufgrund der widrigen Wetterbedingungen kein Rad drehte, stand den beiden Dynavolt Intact GP-Piloten Sandro Cortese und Jonas Folger zumindest der gesamte Montag für jede Menge Testrunden zur Verfügung.



Im Anschluss an Valencia vergangene Woche reiste die Intact GP-Crew in den Süden Spaniens, um in Jerez de la Frontera weitere zwei Tage zu testen. Aus dem geplanten privaten Zwei-Tages-Test wurde letztendlich allerdings ein Ein-Tages-Test. Um bei sehr starkem Wind und zum Teil feuchter Strecke keine unnötigen Risiken einzugehen, blieben die Kalex-Bikes von Sandro Cortese und Jonas Folger am Sonntag in der Box.

Umso erfreulicher war es, dass vor allem am Montagmorgen die wenigen anwesenden Moto3- und Moto2-Teams von Sonnenschein begrüßt wurden. Und auch, wenn die Temperaturen ab Mittag wieder etwas abkühlten, war es ein gelungener Testtag für das Dynavolt Intact GP-Team.

Sandro Cortese verbuchte einen Sturz am frühen Nachmittag. Dies tat seinem Vertrauen jedoch keinen Abbruch und er war danach weiterhin schnell unterwegs. Insgesamt drehte er 57 Runden:
„Der Valencia-Test war für uns viel aussagekräftiger. Leider hatten wir hier in Jerez nur einen Tag zur Verfügung. Ich hatte einen kleinen Ausrutscher, dadurch haben wir fast zwei Stunden verloren. Ich war ein wenig zu viel auf der Hinterradbremse und bin dann per Highsider in die Kurve (1) gestürzt. Etwas ungewöhnlich, aber glücklicherweise ist nichts passiert. Wir konnten danach noch einige Runden fahren und uns verbessern. Zum Schluss waren wir ganz gut dabei. Das Vertrauen ist da. Selbst nach dem Sturz bin gleich wieder schnell gefahren. Ich bin guter Dinge. Beim offiziellen Test fahren wir dann hier alle zusammen. Es wird interessant zu sehen, wo wir stehen. ”

Jonas Folger war sehr konstant unterwegs. Zum Schluss des Testtages, der 18:00 Uhr endete, absolvierte er noch einen Long-Run von 20 Runden. Gesamt umrundete er den 4,4-Kilometer-langen Circuit ganze 77 Mal: „Der eine Testtag war erstaunlich positiv für uns. Ich habe mich von Anfang auf der Strecke super einfahren können, ohne wirklich größere Probleme zu haben. Dadurch war es möglich, unverzüglich mit unserer Setup-Arbeit zu beginnen. Ich konnte ziemlich schnell ans Limit gehen und wusste sofort, was ich brauche. Wir haben etwas mit der Öhlins-Gabel probiert und auch mit neuen Teilen von Kalex, was insbesondere fürs Vorderrad-Gefühl zwei große Schritte nach vorne waren. Das Hauptaugenmerk lag heute vor allem auf der Front. Während meines Long-Runs zum Schluss konnte ich sehr konstant fahren und ich war immer dicht an meiner schnellsten Zeit. Es war ein erfolgreicher Test und wir sind alle sehr, sehr happy.”

Teammanager Jürgen Lingg war ebenfalls sehr zufrieden mit dem Test:
„Es war richtig, dass wir gestern bei den Wetterbedingungen nichts riskiert haben. Das wäre bei dem starken Wind und der halb-nassen und halb-trockener Strecke viel zu gefährlich gewesen. Heute war das Wetter wie vorhergesagt besser. Sowohl Jonas als auch Sandro sind viele Runden gefahren und haben wieder sehr viel gearbeitet. Ich denke, alle haben heute wieder viel dazugelernt. Am Ende sind beide Piloten gute Zeiten gefahren. Wir haben jetzt eine klare Tendenz, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Das ist sehr wichtig. Wir sind auf jeden Fall sehr zuversichtlich.”


Text und Foto: IntactGP

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